Yuri-Manga: Der Zauber einer mir unbekannten Welt

Yuri-Manga "Der Zauber einer mir unbekannten Welt" von Moto Momono

Moto Momono begeistert in Japan bereits seit 2007 Manga-Fans mit ihren sensibel erzählten sowie tiefsinnigen Geschichten wie dem Zweiteiler “Der Zauber einer mir unbekannten Welt”.

Minato Shimada hat das schwere Los einer jungen, pflichtbewussten Japanerin gezogen: ihre Mutter ist alleinerziehend seit Minato in der dritten Klasse war und hat noch dazu viel für ihre Tochter aufgegeben, sodass die jetzt 22-jährige Minato wiederum ihrem Traum eine Musikschule zu besuchen nie verfolgen konnte. Ihr Kindheitsfreund Haruto Mase hat ebenso immer alles für sie gegeben, doch für sie ist er wie ein großer Bruder.

Im Büro ist das schüchterne blonde Mädchen ebenfalls keine Überfliegerin. Da hilft ihr eines Tages Maya Asami. Die etwas ältere Kollegin wirkt mysteriös, kalt und abweisend – und doch scheint sie eine Schwäche für Minato zu haben. Minato stellt fest, wie hübsch sie ist, doch denkt sie sich erst einmal nichts weiter, schließlich muss sie ihrer Mutter im Restaurant helfen. Nach der Schicht des zweiten Jobs macht ihr Haruto aus dem Blauen heraus einen Heiratsantrag.

Aus der Patsche hilft ihr schließlich Maya. Die beiden legen einen Mädelsabend ein. Anders als in anderen Yuri-Manga wird Minato nicht mit Alkohol gefügig gemacht – sie betrinkt sich ordentlich selbst. Zeit für fünf Euro ins Phrasenschwein: „Aber wir sind doch beide Frauen!“

Sie schlafen ungezwungen miteinander, doch am nächsten Morgen kann Minato die Geschehnisse nur schwer einordnen.

Es stellt sich heraus, dass sie mit Maya die Passion zur Musik teilt, doch gleichzeitig ist ihr Haruto auf den Fersen. Er schickt ihre beste Freundin Kumi vorbei. Noch eine Person, die mit Nachdruck sagt: „Ich habe doch schon immer auf dich aufgepasst!“

Doch braucht Minato wirklich diese Beaufsichtigung? Wird sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und sich auf die burschikose Maya einlassen? Immerhin zeigt sich bald eine eigenartige Eifersucht auf Mayas Bandkollegin Iku … Und was bedeutet überhaupt ‚Liebe‘?


Moto Momono zeichnet „Der Zauber einer mir unbekannten Welt“ in einem tollen Stil, der vor allem das Geheimnisvolle in Mayas Augen – sowie die gelegentliche Verzweiflung in Minatos Blick – hervorbringt. Dabei wechselt sie liebevoll zwischen Ernsthaftigkeit und Situationskomik. Obwohl Minato noch sehr jung ist und gerade frisch von der Uni kommt, wirkt sie genau wie die restlichen Figuren ihrem Alter gerecht, wenn auch auf dem Cover deutlich jugendlicher. Erwachsene Charaktere sind ja ohnehin das, was man deutlich mehr in Yuri-Manga sehen sollte! Die expliziten Szenen sind durchaus geschmackvoll.

Band zwei erscheint bei Tokyopop am 15. Dezember 2016. Sicherlich ein empfehlenswertes weihnachtliches Geschenk für Yuri-Fans und solche, die es werden wollen!

Zum Buch: Der Zauber einer mir unbekannten Welt

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