YouTube-Interview: Merkel sagt NEIN zur #EheFürAlle

Es ist ein außergewöhnliches YouTube-Interview (13. Juli 2015) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema “Gut leben in Deutschland”. Doch so modern und an der neuen Generation interessiert Merkel hier wirken will, ihre Einstellung zur gleichgeschlechtlichen Ehe hat sich nach wie vor nicht geändert.

Der deutsche YouTube-Star LeFloid (Florian Mundt) versucht sein bestes, der Kanzlerin auf eine andere, “flippigere” Art und Weise zu entlocken, was sonst eher unüblich ist. Dennoch ist das Resultat eher enttäuschend, muss er sich natürlich zusammenreißen, es handelt sich hier schließlich um die Kanzlerin persönlich.

Eine der ersten Fragen, die der VLogger stellt ist jene, die gerade uns in den letzten Wochen verstärkt beschäftigte: die “Ehe Für Alle (#Ehefueralle)!

Merkel (CDU) erklärt zunächst, sie sei jemand, „der sehr stark dafür sei, dass wir alle Diskriminierung abbauen“. Soweit schön und gut, doch dann folgt die Enttäuschung…

Sie betont, dass sich diesbezüglich in den vergangenen 25 Jahren für die LGBT*-Gemeinde vieles in Deutschland zum positiven geändert habe, so könne man sich heutzutage immerhin ohne Angst outen: “Da sind wir Gott sei dank drüber hinweg.“.

Die Kanzlerin verweist darauf, dass schließlich eingetragene Lebenspartnerschaften eingegangen werden könnten und es auch im Steuerrecht keine Diskriminierungen geben dürfe. Letzteres geschah allerdings nicht auf Dank der Union.

Weiterhin versichert sie: “Und wo immer wir noch Diskriminierung finden, werden wir die auch weiter abbauen!“.

Keine Öffnung der Ehe

Zum Thema “Ehe Für Alle” bleibt Merkels Einstellung wie gehabt: Für sie sei die Ehe dem Zusammenleben von Mann und Frau vorbehalten. Merkel fordert Respekt für ihre Haltung gegen absolute Gleichstellung, denn man müsse akzeptieren, dass es dazu verschiedene Meinungen gebe. Was sie möchte ist “keine Diskriminierung und ‘ne mögliche Gleichstellung“.

Weiterhin erläutert Merkel, dass es für sie nun einmal dieser Unterschied existiere, dies ihre Meinung sei, an der sich künftig auch nichts ändern werde. Dass es in der Politik verschiedene Meinungen dazu gebe, müsse man schlicht und einfach eine Weile aushalten.


Wir finden: “Wie wäre es mal mit ein bisschen Realität und einem Blick auf andere, weit konservativere Länder wie zum Beispiel Irland, in denen die Ehe für alle schon längst beschlossene Sache ist? Macht mal die Augen auf!”.

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