“Warum kleiden sich Lesben wie Männer?” Diese Frage hören wir immer wieder und hier ist die perfekte Antwort: “Weil wir es können!”

Dabei ist der maskuline Style nicht neu. Es gab schon immer Frauen, die ihre Haare kurz trugen und auch welche, die einen maskulinen Kleidungsstil bevorzugten. Vermehrt aufgefallen ist es sicherlich zu Beginn des letzten Jahrhunderts, aber gänzlich neu war es damals auch nicht. Was es bewirkte? Emanzipation!

“Du hast kurze Haare – also bist du lesbisch!”

Es waren nicht nur lesbische Frauen, die sich vor Jahrzehnten die Freiheit nahmen, sich anders, als es das Rollenklischee für die typische Hausfrau vorsah, zu kleiden. Plötzlich nahm man diese Frauen als maskulin wahr, dabei trugen sie doch nur Hosen und kurze Haare. Auf viele Menschen wirkte dieser neue Look befremdlich. Es stellten sich Fragen wie: “Wollen diese Frauen Männer sein?” oder “Muss ich sie jetzt anders behandeln?”. Für die Frauen damals war es mit Sicherheit eins nicht: einfach! Doch sie haben es mit Bravour gemeistert und davon profitieren wir heute.

Fest steht darum vor allem, dass uns unsere emanzipierten Großmütter einen tollen Weg geebnet haben, den wir zu schätzen wissen sollten. Heute können Frauen tragen was sie wollen – ganz so, wie sie sich wohlfühlen. Kurze Haare, lange Haare, Hose oder Kleid – alles ist möglich und gesellschaftlich akzeptiert! Dabei sind natürlich auch Kombinationen wie lange Haare, maskuliner Style oder umgekehrt anzutreffen. Aber Achtung: Das optische Erscheinungsbild sagt auf keinen Fall etwas über die sexuelle Orientierung einer Frau aus!

“Rollen sind out!”

Kommen wir jetzt aber zu der Frage: “Warum gerade Lesben?”. Nunja, einerseits haben wir es nicht nötig, uns in eine Rolle zu pressen, in der wir nicht leben und andererseits machen wir Gebrauch von der Möglichkeit, frei zu entscheiden, in welchen Style wir uns wohlfühlen. Wir sind wie wir sind, wollen uns nicht verstellen und sind als homosexuelle Menschen heterosexuellen damit einen großen Schritt voraus.

Gesellschaftlich wird diese Freiheit zwar noch irgendwie mit Argwohn begutachtet, allerdings wird sie flächendeckend größtenteils akzeptiert. Eine Lesbe darf kurze Haare und Baggy tragen, ein Schwuler mit pinkem Nagellack, femininen Moves und High Heels geht auch in Ordnung – aber ein heterosexueller Mann der zur Maniküre geht, gern rosa und Seide trägt sowie super sensibel ist, wird in der Öffentlichkeit als weniger authentisch wahrgenommen.

“Vorreiter Mode”

Mode, Mode, Mode! Wenn man auf die Laufstege dieser Welt schaut, ist eine Sache definitiv nicht zu übersehen – das alte Mode-Gender ist schon lange verschwommen! Es gibt Unisex-Kleidung, Männer, die Frauenkleider vorführen und umgekehrt sowie androgyne und transsexuelle Models. Hier lebt der Esprit der Freiheit und schwappt zusehends in unsere Alltagswirklichkeit über.

Wie dem auch sei – wir kleiden uns so, wie wir uns fühlen “UND DAS IST AUCH GUT SO”!

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