“Liebe ist das Einzige was sich vermehrt, wenn man es teilt.”

Schwanger! Damit geht für die Hamburger Literaturdozentin Neele (Christina Hecke) und ihre Lebenspartnerin, Zahntechnikerin Steff (Friederike Kempter), ein Lebenswunsch in Erfüllung. Doch als sich herausstellt, dass es bei der künstlichen Befruchtung zu einer Verwechslung der Samenspende kam, ist das Chaos perfekt. Denn der Samenspender ist nicht der junge Mann ohne Vaterambitionen, sondern der ebenfalls homosexuelle Sportreporter Kalle (Christian Näthe), der sich ebenfalls zusammen mit seinem Mann, Makler Jens (Marc Hosemann), ein Kind wünscht.

Für die Männer steht fest, dass es sich hier um eine Art Fügung des Schicksals handelt, sodass für sie selbstverständlich ist, dass nur eine aktive Vaterrolle in Frage kommt. Am liebsten würden sie gleich ein Vorstadt-Doppelhaus mit dem lesbischen Paar beziehen. Doch da haben natürlich auch die Mütter noch ein Wörtchen mitzureden – geteiltes Sorgerecht stand immerhin nie auf ihrem Lebensplan!

So gibt Neele ihr Bestes, die beiden schwulen Spießer zu vergraulen, bis den Vieren endlich bewusst wird, dass es hier um das Wohl des Kindes gehen sollte. Sie lernen sich kennen, schätzen und als sie sich endlich mit der Situation angefreundet haben, schlägt das Schicksal erneut zu. Eine Fehlgeburt! Während Steff und Kalle, die biologischen Eltern, ihrem Kind hinterhertrauern, blicken ihre Partner in die Zukunft und wollen mit dem Alltag weitermachen. Als Neele und Jens allerdings merken, wie wenig empathisch sie sich verhalten haben, suchen sie den Kontakt zueinander, sprechen sich aus und merken, wie ähnlich sie sich eigentlich sind.

Was dann passiert? Das wollen wir hier nicht vorweg nehmen, aber es ist durchaus “positiv”!


Eine Gesellschaftskomödie mit einem ernsten, aktuellen Thema: Regenbogenfamilie!

Vier kriegen ein Kind” ist ein Film, der sich mit gängigen Vorurteilen über eine homosexuelle Elternschaft beschäftigt und diese gleichsam beseitigt. Die Message ist klar zu erkennen und wird  unverschnörkelt und realitätsnah transportiert, wenn auch die Charaktere sehr starr sind und hier und da etwas übertrieben dargestellt werden. Round about ein Film, den man sich definitiv einmal anschauen kann. Allerdings könnten die Schauspieler etwas authentischer rüberkommen!

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