“The Hours” – ein wahnsinnig tiefgehender Film, der in seiner Grundlage auf dem Roman “Mrs. Dalloway” der Autorin Virginia Woolf basiert.

Wir befinden uns in den Jahren 1923, 1951 und 2001. Trotz der großen zeitlichen Abstände, sind die Schicksale der Protagonistinnen Virginia Woolf (Nicole Kidman), Laura Brown (Julianne Moore) und Clarissa Vaughan (Meryl Streep) umso verpflochtener miteinander. Denn alle drei befinden sich an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie müssen sich entscheiden: “Wie soll meine Zukunft aussehen? Sind meine Bedrüfnisse wichtiger als die der anderen?”

1923. Während Autorin Virginia Woolf in London mit Depressionen kämpft, versucht sie ihren Roman “Mrs. Dalloway” zu schreiben. Dabei merkt sie immer wieder, dass sie an den Anforderungen eines Alltagslebens scheitert und fühlt sich mehr und mehr in ein Leben gepresst, in dem sie sich nicht zu Hause fühlt.

1951. Laura Brown lebt das typische Leben einer Hausfrau und Mutter im L.A. der fünfziger Jahre. Die hausfraulichen Pflichten sind alles andere als ihr Traum vom Leben und so hat sie sich mit der Zeit immer weiter von ihrer Familie entfernt. Sie liest den Roman “Mrs. Dalloway” und beschließt, dass sich etwas ändern muss. Ist Selbstmord eine Alternative? Was ist mit ihrem Sohn und dem ungeborenen Kind in ihrem Bauch?

2001. In New York veranstaltet die lesbische Verlegerin Clarissa Vaughan anlässlich der Verleihung eines Literaturpreises für ihren Freund Richard (Laura Bowns Sohn) eine Party. Er nennt seine Freundin liebevoll “Mrs. Dalloway”, denkt sie doch immer, sich um alles kümmern zu müssen – nur nicht um sich selbst.

Lesbische Tendenzen im Film

Während Virginia Woolf nachweislich lesbisch war und nur eine Zweckehe führte, scheint Laura Brown zu spüren, dass es noch mehr als das typische Hetero-Familienleben gibt und küsst ihre Freundin Kitty. Clarissa Vaughan hingehen lebt in einer Zeit, in der sie offen mit ihrer Sexualität umgehen kann; sie lebt nicht nur in einer Beziehung mit einer Frau, die beiden haben sogar eine Tochter.


Der Film “The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit” (2002) basiert auf dem 1998 von Michael Cunningham veröffentlichten und mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Roman “The Hours”.

Die Adaption durch Drehbuchautor David Hare wurde ebenso für den Oscar nominiert wie Regisseur Stephen Daldry und Komponist Philip Glass, um nur drei der insgesamt neun Nominierten zu nennen. Nicole Kidman konnte schließlich als “Beste Hauptdarstellerin” für ihre Rolle als Virginia Woolf einen Oscar ihr Eigen nennen.

Weiterhin erhielt der Film sieben Golden-Globe-Nominierungen, wobei er schließlich mit dem Preis in der Kategorie „Bester Film -Drama“ ausgezeichnet wurde. Auch hier wurde Nicole Kidman der Golden Globe für die „Beste weibliche Hauptrolle“ verliehen.

Der äußerst überragende Soundtrack wurde für einen Grammy Award sowie für zwei World Soundtrack Awards nominiert.

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