Teddy Award 2017: Erstmals absolut frauendominiert!

31. "Teddy Award"

Der diesjährige „Teddy Award“ (17. Februar 2017) war zum ersten Mal deutlich frauendominiert! Neben den Auftritten von Kerstin Ott (Die immer lacht) und Bettina Köster räumten fast nur Frauen die Preise ab.

Dieses Jahr fand die 31. „Teddy Award“-Verleihung gemütlich im Haus der Berliner Festspiele statt. Anders als in den vergangenen Jahren gingen die Preise vorrangig an Frauen: Insgesamt vier Regisseurinnen und eine Hauptdarstellerin nahmen die „Teddy Awards“ entgegen!

In der Kategorie bester Kurzfilm wurde „Min Homosyster / My Gay Sister“ von Regisseurin Lia Hietala (Schweden) ausgezeichnet. In dem Film erfährt ein Mädchen von ihrer großen Schwester und deren Partnerin wie vielfältig Liebe sein kann.

Auch der Spezialpreis der Jury ging an eine weibliche Regisseurin, Naoko Ogigami (Japan). In ihrem Film „Karera ga Honki de Amu Toki Wa / Close-Knit“ erzählt sie von einem vernachlässigten Mädchen, das bei seinem Onkel, der mit einer Transfrau zusammenlebt, unterkommt. Schon bald übernimmt diese die Rolle einer empathischen und liebevollen Pflegemutter…

Regisseurin Hui-chen Huang (Taiwan) erhielt für ihren Film „Ri Chang Dui Hua / Small Talk“ den Preis für den besten Dokumentarfilm. Berührend dokumentiert sie die Beziehung zu ihrer Mutter, die nach der Geburt ihrer Töchter ausschließlich lesbische Beziehungen führte.

Einziger männlicher Preisträger war dieses Jahr Sebastián Lelio (Chile) mit seinem Spielfilm „Una Mujer Fantastica / A Fantastic Woman“, der von der Beziehung einer Transfrau zu einem älteren Mann sowie ihrem Kampf um gesellschaftliche Anerkennung handelt. Da Lelio jedoch nicht anwesend sein konnte, nahm kurzerhand die Hauptdarstellerin Daniela Vega den Preis entgegen und rief: „Der Preis ist allen Trans-Menschen gewidmet, die bei dem Versuch, sie selbst zu sein, gestorben sind.“

Zuletzt sei der Special-„Teddy Award“ erwähnt. Dieser Preis wurde an die feministische Regisseurin Monika Treut vergeben, die in ihrer Dankesrede mehr Frauen in der Regie forderte und ihre Auszeichnung allen weiblichen Filmschaffenden widmete.

Auffällig: Dieses Jahr wurde besonders der Zusammenhalt der Community erwähnt. Angesichts der Politik sicherlich verständlich.

In dem Video oben könnt ihr euch den gesamten 31. „Teddy Award“ ansehen!

TEDDY AWARD

Seit 31 Jahren zeichnet der TEDDY AWARD Filme und Filmschaffende aus, die mit queeren Themen und filmischen Engagement einen Beitrag für mehr Toleranz, Gleichstellung, Akzeptanz und Vielfalt in der Gesellschaft leisten.

Kategorien:
bester Spielfilm, bester Dokumentarfilm/Essayfilm und bester Kurzfilm

Zusätzlich wird der Special TEDDY AWARD für herausragende Leistungen an eine/n Filmschaffende/n vergeben, deren/dessen Verdienste über die Jahre außerordentlich zur Charakterisierung queeren Filmschaffens beigetragen haben.

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