Sexuelle & geschlechtliche Vielfalt im Schulunterricht ist wichtig! #alleswissen

Antidiskriminierungsstelle des Bundes fordert: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Schulunterricht!

Kinder wollen alles wissen. Aber lernen sie in der Schule die gesellschaftliche Vielfalt tatsächlich auch in all ihren Facetten kennen?

Im Rahmen ihres Themenjahrs „Gleiches Recht für jede Liebe“ veröffentlicht die Antidiskriminierungsstelle des Bundes aktuell einen neuen Videospot (siehe oben), um deutlich zu machen: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sollten im Unterricht ein altersgerecht vermitteltes Querschnittsthema sein! #alleswissen

Auf ihrer Website begrüßt die ADS Bestrebungen in einigen Bundesländern, die Bildungspläne in Bezug auf sexuelle sowie geschlechtliche Vielfalt im Schulunterricht zu überarbeiten und damit einen wichtigen Beitrag für die Vermittlung von Akzeptanz und Vielfalt zu leisten. Denn immerhin würde die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger dies unterstützen. So sind gemäß einer Untersuchung der Antidiskriminierungsstelle zum Thema „Wie stehen die Deutschen zum Thema Homosexualität?“ fast 90 Prozent der Ansicht, es sollte ein Ziel der Schule sein, den SchülerInnen Akzeptanz gegenüber homo- und bisexuellen Personen zu vermitteln.

Ein Handeln sei zudem wichtig, denn laut einer weiteren Umfrage (EU LGBT Survey) sind Wörter wie „schwul“ auch heute noch verbreitete Schimpfworte auf Schulhöfen und so entschließen sich zwei Drittel der Jugendlichen ihre sexuelle oder geschlechtliche Identität lieber zu verheimlichen.

In einer kürzlich veröffentlichten Umfrage der Antidiskriminierungsstelle über die Erfahrungen von LSBTIQ*-Lehrkräften in Deutschland wurde zudem ersichtlich, dass auch mehr als die Hälfte der Lehrkräfte in Deutschland nicht offen mit ihrer LSBTIQ*-Identität umgehen.

Auf ihrer Website fordert die Antidiskriminierungsstelle des Bundes daher:

Zur Förderung der Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Schule sollten qualifizierte Ansprechpersonen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt auf verschiedenen Ebenen benannt und verpflichtende Weiterbildungen für Lehrkräfte zu den Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt eingeführt werden. Eine verbindliche Verankerung der Themen muss in schulischen Curricula angestoßen werden. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sollte im Unterricht ein altersgerecht vermitteltes Querschnittsthema vom Deutsch- bis zum Geschichtsunterricht sein. Denn sexuelle und geschlechtliche Identität frei leben zu können, ist ein Menschenrecht.“

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ist mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 gegründet worden.

Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Mehr Informationen unter: www.antidiskriminierungsstelle.de

Quelle: Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Schulunterricht, 4.12.2017

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