Der „lesbische Bettentod“ – Wahrheit oder Lüge?

Immer wieder hört man „lesbischer Bettentod“ hier „lesbischer Bettentod“ da. Die einen können sich nichts darunter vorstellen, für andere ist es in ihrer eigenen Beziehung undenkbar und wieder andere leben damit, denn für sie ist es Alltag. Um aber am Anfang zu beginnen, folgt hier eine kurze Einführung in die Thematik „lesbischer Bettentod“:

Damals, vor rund 30 Jahre, genau genommen 1982, veröffentlichten die Soziologen Pepper Schwartz und Philip Blumstein die Studie namens „American Couples: Money, Work, Sex“ in der erstmals schwule, lesbische und heterosexuelle Paare bezüglich dieser Faktoren miteinander verglichen wurden. Das Ergebnis bezüglich der Sexthematik brachte schließlich die Bezeichnung „lesbischer Bettentod“ hervor, denn was man herausfand war, dass Lesben wesentlich weniger oft Sex haben als die beiden anderen Vergleichsgruppen.

Definition:
Der „lesbische Bettentod“ bezeichnet eine unausweichliche Abnahme des sexuellen Interesses an der Partnerin in einer lesbischen Dauerbeziehung.

Wahrscheinlich kennt jede Lesbe folgendes Vorurteil: Mit der Zeit werden Frauenpaare in einer Beziehung asexuell. Sex ist im Bett kein Thema, stattdessen wird gelesen, Bio-Tee getrunken oder mit den gemeinsamen Katzen gekuschelt…

Wenn beide Partnerinnen mit dieser Situation d’accord sind, stellt sie prinzipiell kein Problem dar. Kritisch wird es allerdings, wenn sich eine der beiden nach Sex sehnt, während die andere dies schon gar nicht mehr in Betracht zieht. Dann wird die Beziehung zu einer Zerreißprobe, muss man sich doch im Griff haben um nicht in die Rolle der Bedrängerin zu geraten.

Die Intensität des Sexes bleibt gut!

Egal, ob lieber mit den Katzen im Bett gekuschelt oder eher ein Buch in die Hand genommen wird als die Brüste der Partnerin – Fakt ist, wenn es zum Sex kommt, sind beide Partnerinnen von der Intensität des Tete-a-tetes definitiv befriedigter, als die oben angesprochene heterosexuelle Vergleichsgruppe. Lesben sind in langen Beziehungen vielleicht in der Mehrheit keine Sex-Marathon-Sportlerinnen, aber wenn es dazu kommt, sind sie immer ganz bei der Sache. (Außerdem hört man nicht selten, dass das Sexualleben in Heterobeziehungen mit der Zeit ebenfalls deutlich abnimmt.)

Der „lesbische Bettentod“ sagt jedenfalls nichts darüber aus, wie gut oder schlecht eine Beziehung läuft. Es ist kein „Tod“ im herkömmlichen Sinne, sondern nur ein weniger oft aufkeimendes Lustempfinden. Beide Partnerinnen fühlen sich wohl, geborgen und das hat besonders bei Frauen nun einmal enormes Gewicht innerhalb einer Beziehung. Warum sollte man dieses Gefühl dann nicht auch genauso intensiv fühlen? Im Prinzip haben wir sogar großes Glück, denn wir können beides in hervorragender Intensität haben… Und wenn man sich erst einmal an das Spiel gewöhnt hat, möchte man das auch nicht wieder hergeben.

Verantwortungsgefühl lässt Lust schwinden

Eine andere Theorie für den „lesbischen Bettentod“ ist die Tatsache, dass das Lustempfinden nachlässt, weil man enorm viel Zeit mit der Partnerin verbringt und sich mehr und mehr beginnt für die andere verantwortlich zu fühlen – sprich, sie zu bemuttern, anstatt sie zu begehren. Erkennen kann man dies, wenn man beginnt, sich selbst dabei zu verlieren… Allerdings ist es dann oft zu spät und man steckt schon mitten drin.

Die Lösung?

Regelmäßige gemeinsame Abende, bei denen man sich Zeit füreinander nimmt. Ein guter Wein, ein leckeres Essen, Entspannung und… mal sehen, vielleicht… wer weiß.

Wichtig: Druck oder Pläne sind hier fehl am Platz! Sich einfach treiben lassen und sehen, wohin der Abend führt, bringt die schönsten Ergebnisse!

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