Lucie Veith – Preis für Engagement im Kampf um Menschenrechte Intersexueller!

Für den unermüdlichen Einsatz für Rechte intersexueller Menschen erhielt Lucie Veith den „Preis für das Engagement gegen Diskriminierung“!

Verleihung Preis für das Engagement gegen Diskriminierung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes an Lucie Veith für ihr_sein außerordentliches Engagement für die Belange intergeschlechtlicher Menschen mit Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Christine Lüders und der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Katarina Barley Foto: Stefanie Loos

Für den Einsatz für die Menschenrechte Intersexueller verlieh die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) am 16. Oktober 2017 den diesjährigen „Preis für das Engagement gegen Diskriminierung“ vor 300 geladenen Gästen im Berliner Museum für Kommunikation an Lucie Veith.

Lucie Veith (61) setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Rechte und Anerkennung intersexueller Menschen und für den Schutz vor unfreiwilligen medizinischen Eingriffen ein. Dabei leitet Lucie Veith nicht nur das Kompetenzzentrum für Inter* in Niedersachsen, sondern koordiniert auch die bundesweite Peer-to-Peerberatung. Weiterhin steht Veith auch in Personalunion der Bundesgeschäftsstelle des Vereins Intersexuelle Menschen und der Geschäftsstelle des Vereins Intersexuelle Menschen Landesverband Niedersachsen vor.

„Anti-Diskriminierung braucht Vorbilder“, erklärte die Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Katarina Barley, in ihrer Laudatio und ergänzte: „Gleichstellung verwirklicht sich nicht in Debatten und Gesetzen. Gleichstellung muss gelebt werden, muss in der Gegenwartswelt der Menschen ankommen. Seit 15 Jahren ist Lucie Veith dafür unermüdlich bei der Sache. Diese Ausdauer und dieses Engagement sind nicht selbstverständlich und verdienen höchste Anerkennung.“

Auch die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, würdigte den „produktiven Zorn“ und den Kampfgeist von Lucie Veith: „Veith hilft damit nicht nur vielen tausend intersexuellen Menschen in Deutschland, sondern leistet einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl.“ Sie fügt hinzu: „Denn intersexuelle Menschen wollen und brauchen kein Mitleid. Sie brauchen gleiche Rechte.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes unterstützt Lucie Veiths Forderungen auf einen Geschlechtseintrag in Papieren zu verzichten und einen Hilfs- und Entschädigungsfonds für intersexuelle Menschen einzurichten, die im Kindesalter kosmetischen Genitaloperationen zur „Geschlechtsvereinheitlichung“ unterzogen wurden und unter den Folgen davon leiden. So stellt ADS-Leiterin Lüders klar: „Die Praxis solcher Eingriffe, bei denen keine lebensbedrohliche Indikation vorliegt, muss umgehend gestoppt werden.“

Mehr Informationen unter: www.antidiskriminierungsstelle.de

Quelle: Pressemitteilung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vom 17.10.2017 

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