„LSBTI-Geschichte entdecken“ – Leitfaden zur Nutzung von Quellen

LSBTI-Geschichte entdecken: Leitfaden zur Geschichte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen

Unter dem Namen „LSBTI- Geschichte entdecken“ veröffentlichte die Landesantidiskriminierungsstelle der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung gestern einen Leitfaden für staatliche und andere Archive sowie Bibliotheken.

Auf 64 Seiten können sich diese und Interessierte nun hilfreiche Tipps zur Entdeckung der Geschichte unserer Community einholen. Im Fokus stehen Wege zur Identifizierung und Nutzung von relevanten Quellenbeständen Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang der 1970er-Jahre.

Die Geschichte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) ist von Verfolgung und Verschweigen geprägt. Dokumente von Selbstbestimmung und Emanzipation sind nur schwer zu finden. Wegen der Zensur wurden zum Beispiel Codes wie die Abbildung eines Kreises und Begriffe wie „Freundschaft“ als Erkennungszeichen genutzt.

„Die Geschichte von Minderheiten und ihrem Kampf um Menschenrechte fehlt zum Teil der demokratischen Öffentlichkeit in Deutschland. Mit dem vorliegenden Leitfaden möchten wir dazu beitragen, dass Archivgut, Schriftstücke und andere Dokumente identifiziert und auffindbar gemacht werden. Auch Verantwortliche in Museen, Forschung und Bildung finden darin wichtige Informationen und Hinweise.“, erklärt Senator Dr. Dirk Beherendt.


Anmerkung unsererseits: Ladet euch den Leitfaden kostenlos runter. Ein bisschen Allgemeinbildung über unsere Vergangenheit kann nie schaden. 😉

Den 64-seitige Leitfaden könnt ihr kostenlos bestellen bzw. downloaden:

E-Mail: BroschuerenLADS@SenJustVA.Berlin.de
Telefon: 9028 1876
Download: PDF-Datei

Quelle: Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Pressemitteilung vom 6.11.2017

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