Lesben, die Katzen lieben

Heute, 8. August 2014, ist der internationale Tag der „Katze“ und ich finde, darüber sollte man wenigstens kurz ein bisschen sinnieren.

Katzen in Beziehungen

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass fast jede Lesbe eine oder gleich mehrere Katzen besitzt. Unter ihnen gibt es sogar richtige Katzensammlerinnen. Eine ist die gemeinsame Katze aus der Beziehung mit Ex-Freundin A, eine andere die gemeinsame Katze aus der Beziehung mit Ex-Freundin B und so weiter… Katzen als Beziehungstrophäe oder Kindersatz. Kurios wird es, wenn man sich nach einer Beziehung noch gemeinsam um das Katzenscheidungskind kümmert, eine Woche ist sie bei Mama 1 und eine Woche bei Mama 2. Hachja, schöne heile Welt.

Katze oder Hund?

Dann gibt’s da noch diese Frage beim ersten Date: „Katze oder Hund?“ Kennt ihr die? Ich finde, dass sie schon fast schlimmer als die Sternzeichenfrage ist, denn da kann man sich immer noch rausreden von wegen, Sternzeichen stimmen nicht immer oder man kontert geschickt mit dem Fakt, dass es ja auch noch den Aszendent gibt und überhaupt, die Chance ein unpassendes Sternzeichen zu haben ist immerhin nicht 50:50!

Kleiner Tipp: Falls du dein Gegenüber loswerden möchtest, einfach sagen „Ich habe eine Tierhaarallergie.“ Aaaand she’s gone…

Ich bin ein Katzentyp

Aber Katzen sind auch schöne Tiere, davon kann ich mich gar nicht freisprechen. Ich bin ein absoluter Katzentyp. Hunde sind irgendwie nicht für mich gemacht. Zu viele Verpflichtungen. Mehrmals am Tag Gassi gehen ist einfach nichts für jemanden, die sich gern abends im Winter in die warme Decke einmümmelt und dann wirklich-wirklich-wirklich nicht nochmal in die Kälte will. Morgens würde es sich dann ähnlich verhalten. Katzen sind da viel unkomplizierter, eigenständiger und trotzdem genauso liebenswürdig. Aber prinzipiell habe ich tatsächlich einen Weg gefunden, wie ich kaum Kompromisse zwischen diesen zwei begehrten Tierarten eingehen muss:

All in One

Kennt ihr Maine Coons? Genau, das sind die mit dem recht langen Fell, dem mega Kragen, den Hosen und Schuhen, dem Staubwedelschwanz und dem absolut hundeähnlichen Verhalten. Diese Rasse, auch Hundkatze genannt, wird bis zu 12 kg schwer und ist einfach ein Tier zum Anfassen. Und wenn ihr jetzt denkt, jaja – kann ja jede sagen, doch ist so. Ich habe mir einen kleinen Maine Coon Kater geholt und der ist irgendwie eher Hund als Katze. (Klischeemäßig hatte ich einen Maine Coon-Mix und eine Bengal/BKH Katze zusammen mit meiner Ex-Freundin. Nach der Trennung wollte sie die beiden allerdings behalten und so beschloss ich, mich nach einem eigenen kleinen Katerhund umzusehen.)

j9
Yanik folgt mir auf Schritt und Tritt, ist total kuschelig, hält am liebsten mit mir Händchen, apportiert, geht an der Leine und bleibt auch ohne sie im Garten immer in meiner Nähe, lernt schnell Tricks (er ist jetzt 7 Monate und kann bereits: Pfötchen geben, High Five, Männchen, Rolle, Sitz, Platz, Küsschen und liegt problemlos auf meinen Schultern), hört auf seinen Namen, geht mit mir duschen, liebt Wasserspiele, mag andere Tiere, versucht sich an der ein oder anderen Agility Übung und ist einfach vollkommen unkompliziert.

Yanik und ich
Viel Spaß mit Euren Tieren wünschen Yanik & Kristin 🙂

Also, hätte ich jetzt eine Hundetyp-Frau kennengelernt, ich glaube, wir wären unter Umständen auf einen grünen Nenner gekommen. Tatsächlich habe ich aber eine Frau kennengelernt, die weder Hund noch Katze mag, sich aber zu meinem Glück trotzdem in meinen Kleinen verliebt hat. Tja… so kann das Leben spielen.

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