L-BEACH 2015 – das erwartet uns am Weissenhäuser Strand

Die Ostsee ruft! Und zwar vom 23. bis 26. April zum mittlerweile sechsten L-BEACH!

Einige der Kombi-Tickets (Festival Ticket sowie schönes Quartier) sind bereits ausverkauft, doch man kann noch aus 8 Optionen (ehemals 23) wählen. Insgesamt haben 4.000 Frauen Platz, egal, ob lesbisch, bi, hetero oder trans. Dass die Festival-Bühnen dabei von fast ausschließlich weiblichen Künstlern besiedelt werden, versteht sich dabei von selbst. Und dennoch ist das im jährlichen Festival-Zirkus eine Besonderheit: Große Festivals wie zum Beispiel die Geschwister Rock im Park / Rock am Ring kommen nach aktueller Aufzählung auf leider nur vier Bands mit weiblicher Beteiligung.

Musik

Die Mischung aus hochkarätiger Acts und Newcomern im Line-Up wird nach und nach noch bekannt gegeben. Fest steht auf jeden Fall unter anderem schon Judith Holofernes. Besser bekannt als alternative Frontfrau von Wir Sind Helden hat die junge Mutter nun ihre Gitarre gepackt und spielt Lieder aus ihrem ersten Soloalbum „Ein leichtes Schwert“.

Seit 2014 sind die Wahlberliner Jennifer Rostock „schlaflos“. Die Band um Sängerin Jennifer Weist feierte 2008 ihren Durchbruch mit der schmissigen NDW-Nummer „Kopf oder Zahl“ – und sind für Feierlaune und Bühnenstriptease bekannt.

Für Feierlaune stehen ebenso Deine Jugend. Das Duo ist die Mannheimer Antwort auf Deichkind. Übrigens: Wer es zum Runterkommen gerne ruhiger hat, höre das Soloalbum von Sängerin Laura. „Sirens“ ist am 30. Januar erschienen und fasziniert nicht nur mit „Twin Peaks“-Ästhetik, sondern auch mit melancholischen Klängen auf dichten Soundteppichen.

An den Mischpulten stehen unter anderem die britische Indie Queen DJ AMYb und L-BEACH-Veteranin Miss Betty Ford – oder man selbst, dank des DJ-Workshops.

Miss Betty Ford http://www.l-beach.com/
Miss Betty Ford – Quelle: L-BEACH

Mode

Mit durchsichtigem roten Spitzenkleidchen, unpraktischen, aber hübschen Jumpsuits und Fransen, Fransen, Fransen mag die „H&M loves Coachella“- Kollektion, die seit dem 26. März in den Läden hängt, vielleicht für ein kalifornisches Festival goldrichtig sein, doch für Ende April an der Ostsee auf einem Festival für Lesben eignet sich eher ein cooles Beanie für warme Ohren und traditionelle Gummistiefel oder einfach bequeme Schuhe, die jede Wetterlage aushalten. Dazu ein simples Karohemd und man ist gleich Teil der Masse. Gegen Bikiniblitzer spricht natürlich trotzdem nichts. 😉

Tipp: Sonnencreme nicht vergessen und keinesfalls auf die coole Sonnenbrille verzichten!

Programm zum aktiv werden

Natürlich besteht das Festival nicht nur aus Party, sondern bietet seinen Besucherinnen auch einiges an Programm. Neben der Möglichkeit mit Gleichgesinnten Sport zu treiben (Radfahren, Tanzen, Yoga, Pilates, Laufen, Wakeboarding und Selbstverteidigung) findet so beispielsweise auch ein Graffiti- oder ein Sex-Workshop statt . 

Wer es noch ausgefallener mag, ist im L-DORADO gut aufgehoben. Dort treten die Burlesque-Künstlerinnen Tronicat la Miez und Xarah von den Vielenregen in einzigartiger Casino-Atmosphäre auf – Poker, Black Jack und Roulette-Tisch warten auf spielfreudige Frauen.

Lektüre

Manch eine wird sich sicherlich auch gegen sportliche Aktivitäten entscheiden und sich viel lieber, noch ganz erschlagen vom Speed-Dating oder von den verschiedenen Live-Auftritten, in den Liegestuhl fläzen. Hier bietet sich dann ein bisschen Literatur an – einfach nur zuhören und konsumieren. Ihren äußerst aufregenden Roman „Beziehungsweise Liebe“ (Querverlag) hat Tania Witte bereits 2013 live auf dem L-BEACH vorgetragen. Heuer liest sie den bereits dritten Teil „bestenfalls alles“ mit viel Humor und Leidenschaft im L-Theater.

Im Strandhotel finden die L-BEACH Besucherinnen zudem auch ein ausgewogenes Kinoprogramm! In „Appropriate Behaviour“ geht es zum Beispiel um die bisexuelle Shirin – die perfekte, unperfekte Perserin mitten in New York City … und auch der von uns bereits vorgestellte Film „Von Mädchen und Pferden“ wird gezeigt.



Mehr Lektüre:

Die Autorin dieses Artikels, Simone Bauer, hat das Festivalsachbuch „Matsch-Memoiren – 33 Festivalgänger erinnern sich an die krasseste Party ihres Lebens“ (Schwarzkopf & Schwarzkopf) im Juli 2013 veröffentlicht. Darin befindet sich – neben Interviews und nützlichen Festivaltipps – eine kleine, süße, wahre Liebesgeschichte, die natürlich auf dem L-BEACH spielt.

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