Ich habe meine Freundin Eva über diese verdammt blödsinnige App „Lovoo“ kennengelernt, aber irgendwie hat es zwischen uns absolut gefunkt, als wir uns das erste Mal trafen. Es war auch relativ schnell klar, dass wir unseren weiteren Weg gemeinsam gehen wollen, dass wir zusammen auf die Reise gehen und uns als Paar mit der Zeit auch immer besser kennenlernen. Wir haben uns immer und immer mehr ineinander verliebt.

Eine ganz normale, neumodische Liebesgeschichte?! Mehr oder weniger – denn ich lernte Eva, kurz nachdem ich nach einem vier-wöchigen stationären Psychiatrie-Aufenthalt mit der Diagnose Borderline entlassen wurde, kennen. Ich ging diesbezüglich offen und ehrlich in die Beziehung, wollte ich Eva die Möglichkeit lassen, sich frei zu entscheiden: dafür, also – für mich, mit Borderline, mit Selbstverletzung, mit einem weiteren anstehenden Psychiatrie-Aufenthalt oder dagegen.

Eva entschied sich dafür und gerade als wir erst einen Monat zusammen waren, stand fest, dass ich wieder für sechs bis acht Wochen in eine psychiatrische Klinik muss, um wieder vollkommen fit und stabil zu werden, Möglichkeiten zu finden, die Selbstverletzung zu unterlassen, Spannungen vorzubeugen oder abzuschwächen, damit es nicht zu Aggressionen, Wut und den damit verbundenen Streitereien kommt. Nun bin ich also hier, mittlerweile in meiner fünften Aufenthaltswoche und Eva steht immer noch tapfer an meiner Seite.

Es ist wirklich nicht leicht, weder für sie, noch für mich. Wir gehen irgendwie zusammen durch die Hölle, diskutieren viel, streiten uns. Es ist einfach sehr schwierig. Aber sie ist da! Sie ist einfach da und an meiner Seite. Momentan arbeitet sie viel, doch fährt sie trotzdem fast jeden Tag nach der Arbeit zu mir in die Klinik – mit Stau ist mein Mädchen dann gute zwei Stunden zu mir unterwegs, nur, um mich für eine oder zwei Stunden zu sehen. Auch musste sie schon erleben, dass es mir an einem Tag so schlecht ging, dass ich sie nach einer halben Stunde wieder nach Hause schickte. Aber sie sagte nur: „Okay, Schatz, wenn irgendetwas ist, du kannst mich jederzeit anrufen, ich bin für dich da. Es war schön dich zu sehen.“.

Zu wissen, dass Eva an meiner Seite ist und auch noch da sein wird, wenn ich wieder entlassen werde und langsam, nach und nach, Schritt für Schritt, wieder zurück ins Leben finden muss und sie dabei meine Hand halten wird, gibt mir Zuversicht. Zuversicht, Hoffnung sowie Motivation und Ansporn. Ich kann nur sagen, dass ich jetzt bereits weiß, dass Eva die Frau ist, die ich einfach behalten möchte, da sie von Anfang an, in den schlechten Zeiten, bei mir war. Sie hat sich nicht abschrecken lassen und ist nicht gegangen, als sie es noch leicht hätte tun können. Sie ist geblieben und sie hat vor weiterhin zu bleiben, das weiß ich!

Das ist meine kleine #LoveStory und ich bin froh, sie erzählen zu können.
Danke für’s Lesen! Ich wünsche euch allen eine gute Gesundheit, ein glückliches und erfülltes Leben & eine Frau wie Eva an eurer Seite.

Alles Liebe – eure Jana

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