Grundschülerin korrigiert heteronormativ-konservativen Lückentext

Berliner Grundschülerin stellt sich gegen Diskriminierung von Regenbogenfamilien und korrigiert heteronormativ-konservatives Lückentext-Arbeitsblatt!

„Manche Familien bestehen aus zwei Papas und Kindern oder aus zwei Mamas.“

An deutschen Grundschulen wird den SchülerInnen noch immer eine heteronormative Gesellschaftsform eindiktiert. Ein gutes Beispiel dafür sind beispielsweise Lückentexte, in denen es ganz offensichtlich ausschließlich um das heteronormative Familienbild geht.

Eine aufgeklärte Berliner Grundschülerin wollte das allerdings nicht so stehen lassen und entschied sich, den Text kurzerhand zu korrigieren. Statt „Eine Familie besteht aus dem Vater, der Mutter und den Kindern.“ steht auf ihrem Arbeitsblatt nun „Manche Familien bestehen aus dem Vater, der Mutter und den Kindern.“ Dies ergänzte sie zudem mit der Zusatzinformation „Manche Familien bestehen aus zwei Papas und Kindern oder aus zwei Mamas.“

Ihr Vater Niko Kappe war so beeindruckt von der Weitsicht seiner Tochter, dass er ihr Arbeitsblatt abfotografierte und es bei Twitter mit den folgenden Worten postete: „Meine Tochter hat den heteronormativen, konservativen Lückentext-Arbeitsblättern gestern den Kampf angesagt. <3“ Mittlerweile ist der Tweet ein viraler Hit im Netz und wurde bisher etwa 2.700 Mal retweetet und fast 7.000 Mal gelikt.

Auf die Nachfrage eines Twitteres, ob er seiner Tochter die Korrektur des Textes vorgesagt hätte, antwortere der stolze Vater übrigens: „Nein, im Jahr 2016 in Berlin aufwachsen reicht für ein Kind, um zu bemerken, dass auf diesem Blatt etwas fehlt.

Wir sind begeistert von einem kleinen Mädchen, dass sich in so jungen Jahren bereits gegen Diskriminierung stellt!

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