Erstausstrahlung: „Mein Glaube, meine Liebe“

Dokumentarfilm "Mein Glaube, meine Liebe" von Michael Schmitt

"Mein Glaube, meine Liebe" © Michael Schmitt

Am 12. Juni 2017 strahlt der BR (Bayerischer Rundfunk) um 21 Uhr zum ersten Mal den Dokumentarfilm von Autor und Regisseur Michael Schmitt „Mein Glaube, meine Liebe“ aus, der den Umgang mit homosexuellen MitarbeiterInnen in der kirchlichen Dienstgemeinschaft behandelt.

Wer in Deutschland an staatlichen Schulen das Schulfach „Katholische Religion“ unterrichten möchte, benötigt die sogenannte „Missio Canonica“. Diese bischöfliche Lehrerlaubnis, die nur durch die Katholische Kirche selbst ausgestellt wird, setzt voraus, dass die Lehranwärter ein Leben im Sinne der katholischen Glaubens- und Sittenlehre führen. Bei bestimmten Loyalitätsverstößen kann die Missio jederzeit wieder entzogen werden. Ein solcher Verstoß wäre zum Beispiel das offene Ausleben der Homosexualität.

Die junge Lehrerin Marika wollte schon immer „Katholische Religion“ unterrichten. Im Zuge dessen war es notwendig, jahrelang ihre Partnerschaft mit Freundin Anke zu verheimlichen. Doch nach 14 Jahren Doppelleben trifft Marika schließlich einen folgenschweren Beschluss: Sie entscheidet sich für die eingetragene Lebenspartnerschaft mit Anke und ein damit verbundenes Outing am Arbeitsplatz. Das bedeutet leider auch, dass sie damit gleichzeitig ihren Traumberuf aufgeben muss…


In „Mein Glaube, meine Liebe“ gelingt dem Filmemacher Michael Schmitt ein sehr persönlicher Blick auf ein weitgehend unbeachtetes gesellschaftliches Thema: Die anhaltende Verzahnung von Kirche und Staat in Deutschland, einem Land, das sich gerne als Vorreiter in Sachen Menschenrechte darstellt. Doch, ist es das wirklich?

 

 

 

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