Eine Baby-Butch rettet die Welt! Roman “Butterflies” von Simone Bauer!

Simone Bauer im Interview über ihren neuen Mysterie- Roman "Butterflies: Die Götting wird sich erheben"

„Mein Antrieb: queere Superheldinnen!“ – Simone Bauer

In „Das Leben alter Damen“ beschrieb Simone Bauer während der PULS Lesereihe 2017 bei der dazugehörigen Lesung in der Alten Mälzerei in ihrer Heimat Regensburg, wie sich zwei Generationen der LGBT-Community zufällig gegenseitig retten.

Nun legt die 27-jährige Wahlmünchnerin mit „Butterflies – Die Göttin wird sich erheben“ ein Werk über die jüngere Generation vor. Doch wie der Titel schon sagt, ist das bei Twentysix erschienene Buch Mysterie pur …


Stichwort Fantasy: Spielt „Butterflies – Die Göttin wird sich erheben“ in irgendeiner abgedrehten Welt?

Simone: Nein, ich habe mir mit diesem Roman tatsächlich den Wunsch erfüllt, eine Geschichte in einer amerikanischen High School stattfinden zu lassen! Ich habe die ersten Szenen geschrieben, da war ich 13, und habe seitdem immer mal wieder daran gearbeitet. In der Zwischenzeit sind alle meine anderen Geschichten nach Deutschland gezogen – am meisten schreibe ich letztlich über München. Umso mehr Spaß hat es mir dann gemacht, Anfang letzten Jahres vollends nach Kalifornien zurückzukehren.

Was hat dich inspiriert?

Simone: Da es so lange her ist, kann ich gar nicht mehr genau sagen, woher die Idee kommt, dass eine 16-jährige Schülerin Anleihen einer keltischen Göttin zeigt. Ein starker Einfluss war für mich aber definitiv „Buffy“ – in der Schule war mein Spitzname sogar Willow!

Keltische Göttin?

Simone: Ich will nicht zu viel verraten, aber Mary-Kate empfängt furchteinflößende Visionen und verhält sich seltsam. Sie hat niemanden mehr, doch kommt alleine ihrem Geheimnis nicht auf die Spur …

Mary-Kate freundet sich mit der Neuen an der Schule an, Kelly. Diese ist definitiv eine „Baby Butch“. Ein Buch über Coming-out?

Simone: Mir lag es am Herzen, eben keins zu schreiben. Natürlich sind solche Romane wichtig! Aber ich habe drei junge, queere Figuren in „Butterflies“ und ihre Schulzeit ist kein Drama aus Homophobie und Unsicherheit. Weil es für mich selbst auch sehr natürlich war, ich konnte sein, wie ich wollte. Wir begegnen im Leben außerdem so viel Missverständnis – lesen soll auch eine Flucht sein. Ich will eine Welt mit so vielen weiblichen, queeren Superhelden wie möglich. Das ist mein Antrieb.
Die Figur der Kelly ist mir sehr wichtig. Sie ist so herzensgut und tut alles, um ihre neue beste Freundin vor dem drohenden Unheil zu bewahren.

Wir haben bei SzeneLesbe ja schon einmal auf dein Festivalbuch „Matsch-Memoiren“ im Schwarzkopf & Schwarzkopf hingewiesen, das in einer seiner Kurzgeschichten einen Abstecher zum L-Beach macht. „Butterflies“ ist jetzt dein erstes Self-Publishing via Twentysix, dem Random-House-Imprint. Warum diese Entscheidung?

Simone: Ganz einfach, ich habe die Veröffentlichung in einem Schreibwettbewerb des Diana Verlags gewonnen. Als ich mir überlegt habe, was ich mit meinem ersten Platz anstelle, fiel die Wahl recht schnell auf „Butterflies“. So konnte ich sicherstellen, dass wirklich alles genau so erscheint, wie ich es wollte – inklusive meinem Traumcover, das eine befreundete Künstlerin gestaltet hat.

Die Zukunft spielt eine wichtige Rolle für die Mädchen – was sie werden wollen und ob sie überhaupt eine haben durch die schrägen Entwicklungen. Was willst du noch erreichen?

Simone: Ich möchte ganz klar mehr im Drehbuchbereich machen und auch selbst wieder häufiger auf der Bühne stehen. Die neuesten Entwicklungen dazu erfahrt ihr über Twitter: @teaserette! In naher Zukunft erscheint zunächst im Sommer ein Fanzine unter meiner Leitung über DIE High Femme Ikone: Sailor Neptune!

Simone Bauer, die unter anderem auch für SzeneLesbe schreibt – hier ihr Profil – findet ihr natürlich auch in den Sozialen Netzwerken:

Twitter: @teaserette
Facebook: @SimoneBauerFrohmannVerlag
Instagram: @howmanyheartaches
Tumblr: @howmanyheartaches


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