“Ehe für alle” in fast ganz Lateinamerika und Teilen der Karibik!

Künftig mehr Rechte für Lesben und Schwule in Lateinamerika dank Empfehlung des Interamerikanische Gerichtshofs für Menschenrechte!

Anfang Januar hat der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte (Inter-American Court of Human Rights, IACHR) in San José de Costa Rica entschieden, dass die die Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Paaren anerkannt werden muss!

In der 145 Seiten langen Rechtsschrift vom IACHR steht nun geschrieben, dass es diskriminierend und unzulässig sei, eine rechtliche Bestimmung allein für heterosexuelle Paare gelten zu lassen: Homosexuelle Paare sollten ohne jede Diskriminierung Zugang zu allen innerstaatlichen Rechtssystemen, einschließlich der Ehe haben. Der Staat müsse die Rechte von familiären Verbindungen zwischen Personen des gleichen Geschlechts anerkennen und schützen.


Während die Länder Argentinien (2010), Brasilien (2013), Kolumbien (2016), Uruguay (2013) und Teile Mexikos (seit 2010) die gleichgeschlechtliche Ehe bereits eingeführt haben, wird den anderen Staaten die der amerikanischen Menschrenrechtskonvention unterliegen geraten, nachzuziehen: Barbados, Bolivien, Chile (bisher eingetragene Lebenspartnerschaft), Costa Rica, Dominikanische Republik, Equador (bisher eingetragene Lebenspartnerschaft), El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru und Suriname. (hier mehr dazu)

Natürlich wird es nicht in allen Ländern schnell möglich sein, das neue Gesetz einzuführen. Hier haben nun aber Betroffene die Möglichkeit, sich immer wieder auf diese Empfehlung zu berufen.

Damit könnte in Zukunft die gleichgestellte Ehe fast in ganz Lateinamerika (ausgenommen Belize, Guyana und Venezuela) sowie in der Karibik (ausgenommen Kuba und Jamaika) rechtens sein. (hier mehr dazu)

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