Berlin, Nollendorfplatz. 22. Juli 2016, 19 Uhr. Eine völlig spontane Ansammlung von Frauen traf sich auf der Straße. Nichts, was irgendwie zu erwarten gewesen wäre. Nichts, was angekündigt war. Nichts besonderes, was passierte. Nichts, über das es sich lohnen würde einmal zu schreiben. (Ja, dieser Artikel ist sarkastisch.)

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beginn-die-lesben-kommenGrund genug für das SzeneLesbe-Team direkt vor Ort zu sein. Was war da los? Es kommt uns immer noch unwirklich vor, denn irgendwie waren wir da, aber waren es auch nicht – denn irgendwie waren wir noch immer unsichtbar. Die alternative Vermutung, dass wir in Wahrheit schwul sind, bestätigte sich nicht, dann wären wir schrill durch die Medien gezogen und tausendfach abfotografiert worden. Unsere Aussagen und Plakate wären dabei tortzdem größtenteils ignoriert worden. 

Who photographs the photographer?

Waren wir nicht schrill genug? Keine Ahnung! Aber wir haben durchaus ein paar Jungs von der Presse gesehen. Wir haben hier Beweise, um sie für die Nachwelt festzuhalten. Die Presse war durchaus anwesend. Aber wo sind die Berichte? Wir haben kaum welche gefunden.

photographerKlar, Konny schrieb über uns. Queer.de berichtete. Phenomenelle, Emma, Gayscout, Bonvo… und dann ist da noch die TAZ. Soweit das, was man Presse nennen kann und was irgendwie von uns Notiz genommen zu haben scheint. Also einmal links & solidarisch, einmal generell feministisch & solidarisch und der Rest eindeutig queer und lesbisch bzw. schwul. Soweit zumindest das Suchergebnis bei Google, wenn man Dyke March eingibt. Keine Rheinische Post, keine WZ, keine FAZ oder andere, die gerne über Politik berichten. Selbst der fleißig über den Berliner CSD berichtende Lokalsender RBB, der einige Lesben wohl gesehen zu haben scheint, sah uns am Vortag des CSDs in selbiger Stadt offenbar nicht.

hetera
Ziemlich femme, Schwester! Heute waren wir alle an deiner Seite!

Daher unser Résumé: Nicht nur die Feminine ist unsichtbar, nicht nur die Fem(me) ist eigentlich eine Hetera – wir sind es entweder alle oder aber wir sind schwul. Wenn Femmes für sich proklamieren das Paradox der sichtbaren Unsichtbarkeit zu leben (Sabine Fuchs in dem von ihr herausgegebenen Buch Femme! radikal – queer – feminin, Seite 141), so fühlten wir uns heute irgendwie alle verdammt femme, die meisten wohl auch ohne das Gefühl richtig beim Namen nennen zu können. Passend dazu fand ich eine Unsichtbare unter uns Unsichtbaren, die dadurch leider nicht sichtbarer wurde, aber auf dem Bild nicht erkannt werden wollte und so ihren Weg der Unsichtbarkeit weiter fortsetzte. Auch, wenn die allermeisten von uns sonst weniger als Doppelagentinnen durch die Gegend laufen (dasselbe Buch, Plädoyer für Tarnung und Täuschung, Seite 127), heute wart nicht einmal ihr Doppelagentinnen, wir waren nur einfach durchsichtig.

Die Karawane zieht weiter….

Wenn Heten den CSD durchaus öfter mit der Loveparade verwechseln und die Presse die schrillen Outfits auf der „Schwulenparade“ (CSD Demo) abfotografiert, dann feierten wir heute wahrscheinlich Weiberfastnacht. An unserer „Fastnacht“ entschieden wir uns – die Unsichtbaren der CSDs – , die Straßen zu okkupieren. Wie man sieht eine völlig unpolitische Veranstaltung, genau wie der gesamte CSD. Da half es auch nicht, dass ein paar freundliche Frauen euch Jungs von der Presse ein wenig auf die Sprünge helfen wollten.

Hey Presseleute, sind das keine schrillen Outfits? Oder sind nur Männer in Frauenkleidung schrill genug für euch?

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Wie schrill darf`s denn sein?!

Während Drag Kings vielleicht einmal in der Emma erwähnt werden, ist Travestie und Drag in den Medien eine rein „männliche“ Disziplin. Das Patriarchat lacht über alle Männer, die ihre Männlichkeit verneinen, sie spielerisch aufgeben, mit weiblich konnotierten Klischees spielen. Nicht aber lacht es über Frauen, die Drag betreiben – auch nicht über Frauen in schrill-femininen Outfits.

Wie schwierig das Ganze ist, zeigen Filme wie Boys Don’t Cry oder Medienberichte wie dieser (auch bei Telepolis erwähnt) oder dieser. Die RP bemühte sich des Themas und zog erst einmal einen Vergleich zum Rosenmontagsumzug, um es heterosexuellen Cis-Menschen zu vereinfachen die Schwierigkeit dieser Thematik zu begreifen.

So ist das kleine Sternchen (*) bei den Dyke* Marches immanent wichtig. Es steht für Solidarität mit denen, die sich uns zuordnen, mit uns in Verbindung sehen, oder zu uns gehören wollen. So berichtete L.Mag in der Mai/Juni Ausgabe 2016 (Seite 16/ Christine Leidinger) über den Anfang der Frauenbewegung 1976 und schrieb gegen Ende des Artikels „Schon im Laufe der 1980er erweiterten die Demos – je nach Organisatorinnen – ihr politisches Spektrum und schlossen auch Kritik am Kapitalismus, Rassismus und später auch Gewalt an Transgendern mit ein.

Ein Muss für alle, die sich dem Feminismus zuschreiben oder sich in der Tradition der Frauenbewegung sehen.

Natürlich ist die Presseinfo Nr. 1 der schrillen Damen nicht zu vergessen: Weiblich + Homosexuell = Lesbisch! Das Hauptthema! Und vermutlich der Hauptgrund ignoriert zu werden!

Heute kein Patriarchat in Sicht?

Bei so vielen Dykes* auf der Straße konnte man schon den Eindruck kriegen, dass es sich verkrümelt hätte, das Patriarchat. Es war ein irre tolles Gemeinschaftsgefühl und es war viel gute Laune mit dabei.

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Auch bei heißem wetter in alter Tracht unterwegs?

Die Geschichte der Dyke* Marches

Die Beginne der Märsche aufzuzählen ist schwierig. Man könnte durchaus die Frauenbewegung der 1970er mit aufzählen, die je nach lokaler Gruppe mal mehr und mal weniger unsere Themen ansprach. Ebenso gab es in New York in den 1970ern Lesbian Pride Märsche, die zwar einige Jahre abgehalten wurden, aber keine Fortsetzung fanden. Einer der ersten dokumentierten Lesbian Pride Märsche war dann ein 200 Frauen starker Marsch in Vancouver (KA), der im Rahmen der fünften „Bi-National Lesbian Konferenz“ im Mai 1981 abgehalten wurde. Dieser Marsch fand in „Lesbians agaist the Right“ in Toronto (KA) im Oktober 1981 eine Fortführung.

Dann wurde es still um die Märsche. Am 24. April 1993 organisierten die „Lesbian Avangers“, eine anarchistische Gruppe von Lesben, die mit allerlei Aktionen für Aufmerksamkeit sorgte, den ersten namentlichen Dyke* March. Er brachte über 20.000 Lesben* auf die Straße. Der Stern ist hier wichtig, denn der Marsch war eine Aktion nur für Frauen, obwohl auch UnterstützerInnen sowie schwule und bisexuelle Männer offiziell zur Unterstützung (z.B. zum Zujubeln) eingeladen wurden.

Der wahnsinnige Erfolg dieser Aktion ermunterte die „Lesbian Avangers“ nur wenige Monate später, nämlich im Juni 1993 sowohl die New Yorker (US) Märsche wiederzubeleben wie auch in San Francisco (US) einen eigenen abzuhalten. Es wurde darauf geachtet, alle Anwesenden zur Partizipation aufzurufen, statt nur zuzugucken. In New York wurde das oben erwähnte Sternchen dann konsequent umgesetzt. Alle, die sich als Dyke* identifizierten, wurden zum Mitmarschieren aufgerufen, während die Unterstützer angehalten waren, an den Rändern zu bleiben und zu jubeln.

Damit waren auch bisexuelle Frauen offiziell mit eingeladen, aber eigentlich auch alle anderen: Transsexuelle Männer wie Frauen genauso wie Intersexuelle oder Männer, die sich kulturell mit uns verbunden sehen.

Weitere Märsche fanden dann seit 1995 in Chicago sowie ab 2007 in Seattle statt. Letzterer lockt jährlich ca. 1000 Teilnehmerinnen an.

Der 2010er San Francisco Dyke* March war das vermutlich größte friedlichste und vor allem gut organisierteste Ereignis, was offiziell 50.000 Teilnehmerinnen anlockte. New York zieht jährlich ca. 15.000 Lesben* an.

Der erste Dyke* March in Europa war offiziell der Wiener Dyke* March mit 260-400 Teilnehmerinnen, der 2004 im Rahmen des „Ladyfestes“ stattfand. Ladyfeste sind die Fortführung der „Riot Grrrl“-Bewegung. Sie ist linksalternativ und inkludierend, so hieß es auch „Vienna Dyke* March for everyone!“ und meinte u.a. „lesbians, dykes, bi-women, boychicks, grrrls, lesbian moms, lesbianas femmes, butches, transwoman, androgs, queer woman and sororitygirls with pearls who are sleeping together,…“.

Der erste offizielle Dyke* March in Deutschland war der „Dyke* Trans March“, der 2007 in Berlin startete, allerdings leider keine Fortführung fand. Erst 2012 wurde in London weitermarschiert. 2013 fand der „Dyke* March“ dann erneut in Berlin sowie 2015 in Köln statt. Wien und Hamburg kennen uns mittlerweile ebenso!

Die Teilnehmerinnenanzahl ist hier überall relativ ähnlich. Hamburg lockte 2016 ca. 1000 Dykes* an. Berlin und Köln jeweils kontinuierlich 2000, wobei Köln 2016 die größte Teilnehmerinnenanzahl mit 2500 Dykes erreichte.

Lieb doch wen du willst? Liebe ist unpolitisch! – so heißt es zumindest oft.

Ist es also wirklich eine radikale Herausforderung des hetero-Patriarchats, wie meine Schwester da oben auf dem Plakat schrieb?

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By Bund für Menschenrecht – Own work, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=642279

Na klar ist Liebe unpolitisch! Deshalb war es glücklicherweise auch schon immer egal, wenn eine Unsichtbare eine Unsichtbare küsst. Das ist und war niemals ein politischer Akt. Etwas ältere Semester erinnern sich noch an diese Zeit, aber was wissen die denn schon. Heutzutage weiß man jedenfalls, dass wir Unsichtbaren uns schon immer lieben durften, wie wir wollten. So gab es in den 1920er Jahren auch drei Zeitschriften für uns, wie die vom Deutschen Freundschaftsverband heraus gegebene „Die Freundin, Wochenschrift für ideale Frauenfreundschaft“:

Bei all der Freundschaft zum Unsichtbaren ist es auch völlig klar, dass Freundschaft niemals strafbar war. So gab es zwar die weibliche Pseudohomosexualität, aber wir gingen dabei straffrei aus und nur Homosexuelle wurden verurteilt.

§175

Der §175 wurde erst 1994 gestrichen! Bis dahin wurden ca. 140.000 Männer nach dem Paragraphen verurteilt und bis heute nicht entschädigt. Man bezeichnete hier übrigens keinen Sex, Beischlaf o.ä., sondern redete von „Dem Beischlaf ähnlichen Praktiken“. Dies erinnert an die heutige Berichterstattungen der Medien über die CSDs – Homosexualität war und ist offenbar etwas rein männliches, auch wenn Schwule angeblich nicht einmal miteinander Sex haben können…

Bis zur Streichung des Paragraphen wurde dieser mehrfach reformiert. Zuletzt geschah dies 1973. Hier wurden sexuelle Handlungen erwähnt, die unter männlichen Jugendlichen unter 18 Jahren stattfanden. Gleichzeitig redete man bei lesbischen oder heterosexuellen Handlungen von einem Schutzalter von 14 Jahren.

masseSehr freundlich von der Politik, immer nur von Homosexuellen und nicht von „Freundschaft zwischen Frauen“ zu reden, denn wenn schon unsichtbar sein, dann bitte auch richtig!

Ganz so ist es dann auch auf den CSDs zu sehen. Nur ein einziger der Wagen auf dem Kölner CSD 2015 war in Frauenhand sowie nur drei von 50 Ständen auf jenem Straßenfest. Man kann also wirklich von einer Unsichtbarkeit reden.

In den vorausgegangenen Interviews befragte ich verschiedene Personen zu den möglichen Gründen. Die Meinungen der drei Befragten gingen auseinander, aber vielleicht hat niemand unrecht?

So sehen es unsere Interviewten:

Wo sind die Lesben? Sehen so etwa Schwule aus?

marching-backJe nach Wohnviertel bekamen wir den Eindruck, dass die verschiedenen Milieus eine jeweils andere Haltung zu uns einnahmen. Während man in Problemvierteln mit hohem Migrationsanteil häufiger Menschen antraf, die halbwegs integriert in typisch deutschen Feinrippunterhemden sowie zur Schau getragenem Bierbauch auf der Straße standen und uns überrascht, fasziniert, angeekelt, angewidert begafften oder aus den Fenstern lugten und still waren, war die Reaktion in weniger problematischen Stadtvierteln durchweg freundlicher: Man winkte uns zu, war freundlich!

Aber besonders interessant waren eben die Reaktionen von jenen Menschen, die uns am wenigsten erwartet hatten. Ja, es gibt uns, und hier sind wir!unsichtbarkeit

Sag mir, wo die Lesben sind!

Ein alter lesbischer Spruch ist die Aussage „wir sind überall“. Gerade dann, wenn man uns nicht sieht, irgendwie ist immer irgendwo eine zugegen. Gemeint ist natürlich vor allem die Kritik an der Unsichtbarkeit. Dabei bekamen wir doch ein bisschen den Eindruck, dass die ein oder andere Lesbe uns auch etwas zu sagen hatte – uns als Gemeinschaft. Ein bisschen frech von dieser werten Dame uns diesen Spruch zu klauen, finden wir!bisexuell

Leider ist das Bild ein bisschen unscharf, aber die werte Dame, die übrigens Menschen kennt, die ich persönlich kenne und die ich nur zufällig auf dem Dyke* March Berlin traf, schrieb Folgendes auf ihr Plakat: „Bisexuelle sind überall! Wir sind unter euch. <3 (Wir sind gern auch neben, zwischen und auf euch, wenn ihr mögt!)“

Ihre Botschaft ist klar und lässt sich einfach übersetzen:

spy

Man hört unter Bisexuellen öfters, wir Lesben hätten etwas gegen sie. Es gäbe Vorurteile. Aber sind das wirklich Vorurteile? Es gibt immer mal wieder Fälle von Lesben, die sich mit Bisexuellen eingelassen haben, die dann für einen Mann verlassen worden sind. Viele haben hier besonders Angst, dass ihnen genauso etwas passieren könnte, auch wenn vor allem unglückliche Beziehungen scheitern und nicht die glücklichen. Wie wahrscheinlich es ist, von einer Bisexuellen aufgrund ihrer Sexualität verlassen zu werden, lässt sich oft nicht ganz abschätzen, aber dass Bisexuelle von manchen über einen Kamm geschert werden, ist wohl leider Realität. So gibt es unter Bisexuellen viele Unterschiede. Fangen wir mit der Begierde an. Diese kann zu 90% heterosexuell sein und nur 10% homosexuell. Andere sind wirkliche 50/50ger oder sind 80% lesbisch, was dann sogar zur gewählten Eigenbezeichnung wird, während man die eigentliche Bisexualität negiert. Ihre Beziehungstypen sind genauso vielfältig wie auch bei uns. Es gibt Polyamoure, Menschen die serielle Monogamie bevorzugen („Du und ich für immer“), Menschen in offenen Beziehungen und vieles mehr.

Also kurz gesagt, es gibt Bisexuelle, die wie wir sind und welche, die nicht wie wir sind. Außerdem darf man nicht vergessen, es gibt welche, die sich uns gegenüber outen und welche, die es nicht tun. Aber allgemein ist Bisexualität nichts, was sich versteckt. Gerne vergessen wird, das Bisexuelle ebenso oft radikal für ihre Sexualität einstehen: Es gibt den Bi Visibility Day, Zeitschriften wie die Bijou, das BiNe Netzwerk und vieles mehr.

Außerdem nimmt Bi-Diskriminierung ebenso wie die Diskriminierung von Homosexualität viele Formen an.

Wer mehr wissen will, dem sei der Artikel über Bisexualität ans Herz gelegt.

  

Alles also lesbische Superheld_innen?

Und jetzt soll es auch noch lesbische Superhelden geben, lese ich das richtig?

superheld_innen

In der Tat haben wir mehr Unterstützer als man manchmal glauben mag. Nicht nur Schwule sind immer wieder auf den Märschen zugegen, sind als Supporter, Freunde, Kameraden mit dabei, auch die männlichen Feministen oder Feministinnen und Lesben, denen man bei Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen hat*, nehmen teil. Eines der bekanntesten Beispiele ist JD Samson, der aktiv bei Le Tigre mit dabei ist und mit MEN z.B. zusammen mit Johanna Fateman (ebenfalls Le Tigre) ein Musik- und Performanceprojekt hat, Filme macht und bekennde LGBT Aktivistin ist. Sogar L.Mag schrieb in der März/April Ausgabe auf Seite 11 über JD.

Manch ein Transmann verliert auch nach seiner Transition nicht seine lesbische Identität und ist natürlich ebenfalls auf den Märschen mit anzutreffen.

(*Und nein, zur Klarheit: transsexuelle Frauen meine ich hier nicht!)

Zum Schluss gab es am Kottbusser Tor eine kleine Abschlussansprache von Manuela Kay. Dann ging die Party am Südblock los…

end-party2Dass gerade das Kottbusser Tor zur Abschlussparty ausgesucht worden war, überraschte mich nicht. Nachdem Bibi und ich uns ein bisschen entfernten, lernten wir schnell, warum dieser Fleck Berlins ein bisschen in Verruf gekommen war. In der riesengroßen Frauengruppe fühlten wir uns jedenfalls wesentlich wohler!

Zum Schluss wurde es dann hochpolitisch und wir traten dem Patriarchat einmal ordentlich in den Arsch.
kuss

Fotos: Christine Ullmann & Bianca Westphal

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