“CouLe – Preis für couragierte Lesben” geht 2018 an Constance Ohms!

LAG Lesben in NRW präsentiert Preisträgerin Constance Ohms

Constance Ohms © privat

CouLe – Preis für Constance Ohms

Zahlreiche Lesben treten engagiert für die Sichtbarkeit und die Interessen von lesbischen Frauen und gegen Diskriminierung ein. Um das Wirken dieser Frauen sichtbar zu machen und öffentlich zu würdigen hat die LAG Lesben in NRW den Preis für couragierte Lesben geschaffen, der seit 2009 als „Augspurg-Heymann-Preis für couragierte Lesben“ vergeben wurde. Nach der Neukonzeptionierung verleiht der lesbische Landesverband den Preis seit 2017 als „CouLe – Preis für couragierte Lesben“.

Die Jury ist davon überzeugt, „dass wir politisch denkende Vorbilder brauchen. Deshalb ist uns die Auszeichnung vorbildhaften Wirkens mit unserem Preis für couragierte Lesben besonders wichtig. Damit ehren wir explizit lesbisches Engagement und machen es – auch über die Community hinaus – bekannt.“

Preisträgerin 2018: Dr. Constance Ohms

Constance Ohms (Jahrgang 1961) ist die zweite Preisträgerin der „CouLe – Preis für couragierte Lesben“. Die LAG Lesben in NRW ehrt mit ihr eine Pionierin, die vor 25 Jahren das Buch „Mehr als das Herz gebrochen – Gewalt in lesbischen Beziehungen“ im Orlanda Verlag herausbrachte. Das Buch ist zum einen der Beginn ihrer umfassenden, publizistischen Tätigkeit rund um das Thema Gewalt in lesbischen, mittlerweile auch queeren Beziehungen. Es ist aber auch der Beginn ihrer breit gefächerten Forschungs- und Beratungstätigkeit für Lesben und queere Menschen. Constance Ohms gilt als eine der wenigen Expertinnen auf diesem Gebiet der häuslichen Gewalt und hat mit einem Tabu gebrochen. Dass es überhaupt Gewalt in lesbischen Beziehungen gibt, wurde in der Szene lange ignoriert und verleugnet und im Mainstream gar nicht wahrgenommen. Mit ihrer beharrlichen Aufklärungsarbeit hat Constanze Ohms das Schweigen gebrochen und damit offenbar auch das Selbstbild von der friedfertigen, lesbischen Frau ins Wanken gebracht.

Die diesjährige Preisträgerin freut sich über die für sie überraschende Ehrung: „Der CouLe-Preis der LAG Lesben bedeutet mir sehr viel, da er eine der wenigen Anerkennungen aus der Community für mein Engagement und meine Arbeit ist. Für meine Beratungstätigkeit und mein ehrenamtliches Engagement wurde ich schon vom Land Hessen und der Stadt
Frankfurt geehrt. Aber das hier ist etwas ganz anderes, etwas Besonderes.“

Constance Ohms wurde am 22. Mai 1961 in München geboren und lebt seit Ende der 80er Jahre in Frankfurt/Main. Dort hat sie auch Neuere Philologie, Soziologie und Betriebswirtschaft studiert und abgeschlossen. 2007 promovierte sie an der Universität Oldenburg über das Thema „Gewalt und Aggression von Frauen“.

Warum sie das Buch 1993 geschrieben hatte: „In den 80er Jahren ist mir immer stärker aufgefallen, welch rauer Ton mitunter in der Lesbenszene herrschte. In den Frauenkneipen etwa kam es zu abfälligen Bemerkungen, Drohungen, Handgreiflichkeiten bis hin zu Schlägereien. Nicht selten war Eifersucht der Grund, Trennungen, Kontrollzwang oder einfach die Angst, die Partnerin zu verlieren. Zuhause sind die Konflikte häufig eskaliert. Das wussten wir und es wurde hingenommen. Verschwiegen.“ Auch über den Sexismus unter Lesben regte sich kaum eine auf: „Obwohl die entsprechenden Sprüche und Haltungen zu anderen lesbischen Frauen durchaus verletzend waren. Frauen zu erobern galt in den 80er, 90er Jahren in manchen lesbischen Kreisen als „sportliche Herausforderung“. Die „Siegerin“ ließ sich feiern. Manchmal war diese Frauenverachtung kaum auszuhalten und irgendwann habe ich gedacht, dass ich nicht so sein möchte. Und habe angefangen mit anderen, lesbischen Frauen darüber zu reden.“

1997 gründete sie mit anderen das Netzwerk „Hessisch Lesbisch“ und ist Sprecherin des QueerNet Hessen, einem Netzwerk lesbischer, schwuler und trans*-Initiativen und -Organisationen. Sie ist Mitbegründerin des Vereins „Broken Rainbow e.V.“ und leitet seit 2016 die Fachberatungsstelle gewaltfreileben in Frankfurt/M. Diese Beratungsstelle richtet sich an Lesben, Trans* und queere Personen, die Gewalt und Diskriminierungen erleben.

Neben zahlreichen absolvierten Weiterbildungen durchläuft Constance Ohms derzeit eine mehrjährige Ausbildung zur systemischen Beraterin. Für ihre engagierte Arbeit erhielt sie unter anderem 2013 den Ehrenbrief des Landes Hessen.


 

Die Preisverleihung findet am 10. Juni 2018 in Bochum vor geladenen Gästen statt.

Laudatorin wird Almut Dietrich, langjährige Leitung der NRW-Landesfachstelle zu den Themen Diskriminierung und Gewalt aufgrund der sexuellen und geschlechtlichen Identität und heute Beraterin und Trainerin der Arbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt in Bremen sein.

Quelle: Pressemitteilung – Gabriele Bischoff, Geschäftsführerin
LAG Lesben in NRW e.V. 

1 KOMMENTAR

  1. ..sie könnten ein Stück weiter betenaber dann wäre es keine Provokation mehr. Sehr couragiert von dieser Frau, die Sicherheitsleute aufzufordern, dass Gesetz umzusetzen..und zwar sofort. Die Aussage dererganz klare Kapitulation vor den Okkupanten. Offensichtlich auch untereinander unterschiedlicher Auffassung..was die genaue Aufgabe ihrer Tätigkeit eigentlich angeht. Auch das die Frau als Einzelkämpferin zu stehen scheintist nicht hinnehmbar. Kann mir nicht vorstellen, dass keine weiteren Passanten dazu kamen..außer Muslime. das alte Problem wahrscheinlich wieder.dem Bioeuropäer fehlt es an krimineller Energie, zu diszipliniert erzogenihm steht seine Intelligenz im Wege. Man kann lernensich ab und an in den Underground” zu begebensprich..auf das Niveau der Moslems. Nur ihre eigene Sprache verstehen sie.man sollte sie gegen sie verwenden.

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