Bericht von der YaYuCo 2016!

YaYuCo - Yaoi and Yuri Convention 2016 in Dachau bei München

YaYuCo – Yaoi and Yuri Convention

Eine beschauliche Wohnstraße in Dachau, dazwischen eine Jugendherberge – ganz im Zeichen der Regenbogenflagge. Denn am Wochenende des 20. bis 23. Oktobers fand die Yaoi and Yuri Convention bereits zum neunten Mal statt. Anders als bei anderen Manga- und Animeconventions konnte man bei diesem Treffen mit Showprogramm von Gleichgesinnten sogar übernachten.

Die Convention ist ein Herzblutprojekt, unter anderem initiiert von Fireangels Verlagsleiterin Myriam. Sie bringt nicht nur deutsche Yaoimangas raus, sondern holt auch internationale Künstler zum ersten Mal auf den hiesigen Markt. Bei uns noch nischig, gibt es in Japan ganze Megaläden, die sich mit Boys Love beschäftigen. Dennoch hatten die Yurifans am Samstag ein bisschen die Überhand.

Nicht nur Regenbogenflaggen waren ein Dekorationsmittel, denn die drei Tage standen außerdem unter dem Motto „Wunderland“. Immerhin erschien heuer ein neuer „Alice im Wunderland“-Film mit Johnny Depp und die Flucht in den Kaninchenbau geht sowieso immer. Darum gaben viele Cosplayer ihren Lieblingsfiguren einen magischen Touch. So sah man Haruka und Michiru als der verrückte Hutmacher und Alice.
Apropos HaruMichi: das Filmprogramm der Convention zeigte neben „Sailor Moon“ auch den „Revolutionary Girl Utena“-Film sowie weitere Magical Girls mit mehr oder weniger offiziell weiblichen Pärchen.

Leider fiel die Veranstaltung terminmäßig mit der Frankfurter Buchmesse zusammen. Nichtsdestotrotz wurde sich zahlreich getummelt: im kleinen Park, wo Spiele wie „Torwand schießen“ stattfanden, in dem Pavillon mit Fotokulissen und der Händleretage, wo auch live gezeichnet wurde.

Die Convention ist für Jugendliche ab 16 Jahren, manche Workshops sind allerdings erst ab 18. Cosplay, Zeichnen und Schreiben standen ebenso im Vordergrund wie Basteln, Backen und Japanischkurs. Im Keller hatten sich Arcade Dreams aufgebaut. Die Münchner Organisation brachte zudem typisch japanische „Streetfighter“-Spiele (das sind die Spiele, die man in Japan an Automaten zockt).

Und spätestens dort vereinten sich alle Orientierungen. War die YaYuCo früher noch szenig, ist der Schwerpunkt inzwischen fast egal. Pokémon gibt es überall zu kaufen. Aber in München bleiben wollen die Macher sowieso – denn hier gibt es sonst nur die Super Geek Night und die Animuc. Bleibt zu hoffen, dass dieser beschauliche Ort mit Pyjamaparty uns noch lange als Wohlfühllocation erhalten bleibt.

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