1. Richtiger Umgang mit Kritik

Da schreibt man Monate oder sogar Jahre an einem Buch, investiert Zeit, Herzblut und manchmal auch Geld und dann gefällt es den Lesern nicht. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern tut auch weh.

Der beste Tipp: Nicht reagieren.

Das fällt einem oft verdammt schwer, aber es ist meistens der richtige Weg. I.d.R. gibt es zwei Arten von Kritik: konstruktive oder unsachliche.

Auf die konstruktive Kritik kann man reagieren, in dem man sich dafür bedankt. Das reicht auch. Ganz egal, ob man sie annimmt, oder nicht.

Leider gibt es auch unsachliche, wenn nicht sogar beleidigende Kritik. Diese tut besonders weh, aber da hilft es nur, sich auf die Finger zu setzen und ja nicht reagieren. Menschen, die es nötig haben, andere zu beleidigen, wollen nur Aufmerksamkeit. Gönnt ihnen diese Genugtuung nicht.

  1. Profis arbeiten mit Profis zusammen

Kaum ein Mensch kann alles und ist in allen Dingen begabt. Das muss man auch gar nicht. Statt sich selbst z.B. am Buchcover zu versuchen, auch wenn man von Bildbearbeitung keine Ahnung hat, engagiert man besser einen Designer. Den Lesern ist es egal, wer das Cover macht, aber sie erwarten Qualität.

Ebenso Lektorat und Korrektorat. Man ist beim eigenen Text immer betriebsblind.

Bürdet euch nicht zu viel auf! Arbeitet lieber mit anderen Profis zusammen. Eigene Grenzen zu kennen ist keine Schande, ganz im Gegenteil.

  1. Zu viel Werbung nervt

Das Buch ist fertig, steht zum Verkauf und am liebsten möchte man es stolz der ganzen Welt erzählen. Das ist nachvollziehbar, aber richtige Werbung ist eine Gratwanderung. Sucht euch für euer Genre die richtigen Gruppen, aber macht dann vernünftige Werbung. Dies bedeutet, dass man nicht einfach einen Link in die Gruppe klatscht und fertig. Besonders zu viel Werbung kann schnell nerven und vergrault Leser. Außerdem sollte es zum guten Ton in sozialen Netzwerken gehören, dass man sich auch anders einbringt und nicht bloß aufs eigene Buch aufmerksam macht.

Empfehlt doch mal Bücher von anderen Autoren oder beteiligt euch an Diskussionen. Das ist viel netter, als immer nur Werbung abzuladen.

  1. Kämpft nicht alleine

Warum es alleine versuchen, wenn man gemeinsam viel mehr erreichen kann? Kollegen sind nicht nur Rivalen, sondern können auch tolle Verbündete sein. Statt selbst wieder bei Adam und Eva anzufangen, könnt ihr von den Erfahrungen anderer profitieren. Es gibt z.B. auf Facebook tolle Gruppen zu dem Thema, in denen ihr auf jeden Fall mitlesen solltet. Dort findet man immer wieder interessante Tipps und Kniffe.

Dazu gehört auch, dass man sich gegenseitig hilft. Ein anderer Autor macht Werbung für euer Buch? Super, dann erwidert den Gefallen oder teilt das Gewinnspiel eines Kollegen. Das macht euch auch für Leser sympathischer und seien wir mal ehrlich, es ist doch viel schöner, sich gegenseitig zu unterstützen, als mit einer Ellbogenmentalität durchs Leben zu gehen.

  1. Erst schreiben, dann denken

Klingt der Tipp widersprüchlich? Das ist er auch ein wenig. Natürlich braucht ihr vor dem Schreiben eine Idee und ein Konzept, aber mehr auch nicht. Macht euch noch keine Gedanken über dem Titel, das Cover, die Werbung usw.. Das bringt euch alles nichts, wenn die Geschichte über die ersten 10 Seiten nicht hinausgeht. Wer schon Erfahrung hat, kann und sollte früh über die Vermarktung nachdenken, aber Anfänger bremsen sich damit zu schnell selbst aus. Deswegen, vergesst einfach einmal den Rest der Welt und schreibt eure Geschichte.

  1. Habt Spaß beim Schreiben

Mit dem Schreiben wird man nicht reich, das ist die traurige Wahrheit. Ich bin in den Nischengenre Gay und Lesbian Romance mehrfache Bestsellerin und ich habe dennoch keine Millionen auf dem Konto. Nur sehr wenige können wirklich vom Schreiben leben und für die meisten wird der Verdienst nicht mehr als ein nettes Taschengeld sein.

Deswegen schreibt aus den richtigen Gründen. Habt Spaß daran, tut es gerne, dann ist der Rest zweitrangig.

Wenn ihr nächtelang wach liegt, euren Zug verpasst, das Badewasser unbemerkt kalt wird und das alles nur, weil ihr in eure Geschichten vertieft seid, dann ist das der richtige Weg.

Bei mir ist jede Geschichte wie eine ganz große Liebe. Voller Gefühle, bittersüß, schmerzhaft und wunderschön.

Ich hoffe, ich konnte euch damit ein wenig helfen.

Wir lesen uns!
Serena

Fortsetzung der Kolumne „Autorenalltag“ – jeden Sonntag!

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Serena C. Evans
Unter dem Pseudonym Serena C. Evans schreibe und veröffentliche ich Liebesromane, in denen der Fokus immer auf gleichgeschlechtlichen Paaren liegt. Ich bin Jahrgang 1988, habe eine Schwäche für die Farbe Lila (gerade was Kleidung betrifft) und liebe richtig schöne Herzschmerz Geschichten, die am besten immer ein Happy End haben. Das Schreiben ist für mich Berufung, Nebenjob, Hobby und ein ganz großer Traum in einem. SerenaEvans@web.de

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