Beim letzten Mal hatten wir besprochen, welche Vor- und Nachteile das Veröffentlichen mit oder ohne einen Verlag hat. Heute geht es darum, wie man überhaupt einen Verlag findet:

  1. Google hilft

Der klassische Weg und sicher gut, um erst einmal einen Überblick zu bekommen.

  1. Der Blick ins Bücherregal

Wer in einem Genre schreibt, sollte es auch lesen. Viel zu lesen, hilft zudem, ein Gefühl für Sprache zu entwickeln. Der einfachste Weg ist es also, zu schauen, welche Verlage in eurem Bücherregal zu finden sind. Achtet darauf, dass es vom Genre und vom Typ her passt.

  1. Buchmessen

Wo findet man Verlage und Autoren? Natürlich auf den beiden großen Buchmessen in Leipzig und Frankfurt. Dort hat man die Gelegenheit, die Verlagsmitarbeiter und Autoren persönlich zu treffen. Denn seien wir ehrlich, die höchsten Tantiemen bringen einem nichts, wenn das menschliche Miteinander nicht klappt.  Dort kann man auch direkt mal nachfragen, ob die eigene Geschichte passen könnte. Es ist doch viel netter, ein Manuskript einzusenden, wenn man vorher dazu ermutigt wurde und schon Mitarbeiter kennt.

  1. Vernetzung

Ich predige es immer wieder, allerdings nicht grundlos: Vernetzt euch! Gerade mit Facebook ist es so einfach, Interessengruppen zu finden und sich mit anderen Autoren auszutauschen. Genau so bin auch ich zu meinem Verlag gekommen, dabei hatte ich nicht einmal danach gesucht. Ich war immer klar gegen einen Verlag, bis mir eine Kollegin von ihrem vorgeschwärmt hat und ich mich nach langem hin und her beworben habe. Lustigerweise hatte ich zuvor schon Kontakt zum Verlagschef, ohne dass mir bewusst war, wer er ist.

Wichtig: Druckkostenverlage sind keine Verlage!

Wer von euch Geld oder eine Mindestabnahme an Büchern verlangt, ist kein echter Verlag und absolut unseriös! Finger weg! Wenn ihr Zweifel bei einem Verlag habt, dann hilft es immer in den gängigen Suchmaschinen oder in den großen Autorengruppen bei Facebook nach Erfahrungen zu suchen sowie in entsprechenden Foren nachzufragen. Wenn dann nur ein bis zwei Personen den Verlag verteidigen und alle anderen euch dringend davon abraten, dann ist der Fall klar.

Diesen Abzockern ist euer Buch egal! Sie verdienen allein daran, dass sie euch angebliche Dienstleistungen verkaufen, die dann oft qualitativ schlecht sind. Fallt bitte nicht darauf rein. Das verdient weder ihr, noch euer Buch.

Auch wichtig: Nicht einfach unaufgefordert dem Verlag ein Manuskript schicken. Schaut erst einmal nach, ob sie dazu auffordern. Gegebenenfalls hilft es auch, höflich nachzufragen. Wenn sie zum Einreichen auffordern, dann seht euch genau an, was sie wollen und haltet euch daran.

Irgendwann sagte mir eine Kollegin, dass sie dem Verlag das Ende von ihrem Buch nicht verraten will. Mit dieser Art und Weise bekommt man garantiert eine Absage. Der Verlag ist kein Leser, den man neugierig machen muss, sondern jemand, der mit eurem Werk Geld verdient. Das kann er nur, wenn er weiß, worauf er sich einlässt.

Den richtigen Verlag zu finden, ist nicht einfach, kann sich aber lohnen. Ich persönlich fahre zweigleisig. Einen Teil meiner Bücher veröffentliche ich selbst und der andere Teil geht über den Verlag. Ich mag die Zusammenarbeit und bin sehr froh, dass ich bei einem kleinen Verlag gelandet bin, der sehr viel Wert auf die persönliche Betreuung seiner Autoren legt.

Wenn ihr euch für den Weg über einen Verlag entscheidet, dann hoffe ich, dass ihr genauso viel Glück dabei habt, wie ich.

Wir lesen uns!
Serena

Fortsetzung der Kolumne „Autorenalltag“ – jeden Sonntag!

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Serena C. Evans
Unter dem Pseudonym Serena C. Evans schreibe und veröffentliche ich Liebesromane, in denen der Fokus immer auf gleichgeschlechtlichen Paaren liegt. Ich bin Jahrgang 1988, habe eine Schwäche für die Farbe Lila (gerade was Kleidung betrifft) und liebe richtig schöne Herzschmerz Geschichten, die am besten immer ein Happy End haben. Das Schreiben ist für mich Berufung, Nebenjob, Hobby und ein ganz großer Traum in einem. SerenaEvans@web.de

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