Ein Autor sitzt leider nicht ein halbes Stündchen auf der Terrasse, schlürft einen Cocktail und schon ist der nächste Bestseller fertig. Aber was macht ein Autor außer ein Buch zu schreiben?

Die Aufgaben sind folgende:

  1. Buch fertig stellen
    1. Überarbeiten / Lektorat einarbeiten
    2. Covervorschläge und Auswahltreffen
    3. Formatierung
    4. Hochladen
  2. Kommunikation
    1. Gespräche mit Lesern, Lektoren, Designern usw.
    2. Leseranfragen beantworten
  3. Sonstige Aufgaben
    1. Gewinnspiele und Aktionen planen und durchführen
    2. Messefahrten
    3. Lesungen halten
    4. Buchhaltung

Über die Entstehung eines Romans könnt ihr alles hier nachlesen. Der zweite Teil meiner Kolumne handelte von dem Thema Kommunikation. Heute beschäftigen wir uns mit den sonstigen Aufgaben.

Sonstige Aufgaben

Bestimmt habt ihr schon gesehen, dass Autoren Gewinnspiele machen. Warum eigentlich? Primär hat das zwei Gründe. Zum einem um den Bekanntheitsgrad zu steigern und zum anderen möchte man sich vielleicht auch einfach einmal bei den Lesern bedanken.

So ein Gewinnspiel ist allerdings auch Arbeit. Es muss organisiert und durchgeführt werden. Deswegen ist es besonders schade, wenn Gewinner sich dann nicht melden oder nach dem Verschicken der Preise keine Reaktion mehr kommt. Ein kleines Dankeschön reicht, sollte aber auch selbstverständlich sein.

Und was wären tolle Gewinnspiele ohne schöne Goodies? Lesezeichen und Postkarten mit dem Buchcover sind besonders beliebt. Leider wachsen diese nicht auf Bäumen. Entweder bezahlt man dafür oder bastelt sie selbst. Beides muss organisiert und gemacht werden.

Gewinnspiel
Ein Beispiel zu meinen Romanen „Seth & William“ und „Sonne, Mond und Sterne“:

Neben den Gewinnspielen gibt es auf den Autorenseiten oft auch andere Aktionen wie Zitate, Lesehäppchen, Interviews oder Aktionswochen. Alles, damit die Leser auf die Arbeit aufmerksam werden und natürlich auch, um zu unterhalten. Außerdem machen viele Autoren auch Blogtouren oder Leserunden. Auch solch Dinge machen Arbeit.

Ein ganz besonderer Punkt bei der Autorenarbeit sind die Buchmessen und zugleich ist das eine Sache, zu der ich noch nicht viel erzählen kann. Tut mir leid, aber mein Messedebüt gibt es erst im Oktober in Frankfurt. Aber ich freue mich schon darauf, dann möglichst viele Leser, Blogger und Kollegen persönlich kennenzulernen.

Was ich aber schon erlebt habe, ist meine eigene Lesung. Diese zu planen war sehr viel Arbeit und vom laut Vorlesen war ich danach erst einmal heiser, aber es war ein wahnsinnig toller Abend. Nicht bloß allein zu schreiben, sondern die Leser zu sehen, ihre Reaktion direkt mitzubekommen und mit ihnen reden zu können, hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Was fehlt noch? Ach ja, der unschönste Punkt. Die Buchhaltung. Klingt nicht nur staubtrocken, sondern ist es auch. Aber sobald man Geld für seine Bücher nimmt, kommt man an dem Thema nicht mehr vorbei. Mehr sage ich an dieser Stelle bewusst nicht. Nicht, weil ich euch Wissen vorenthalten möchte, sondern weil ich nicht grundlos eine Steuerberaterin habe. Mir ist das Thema selbst einfach zu komplex, um hier womöglich etwas absolut Falsches zu schreiben. Wenn es soweit ist, dann informiert euch bitte und holt euch ggf. Hilfe beim Profi.

Wie ihr seht, gehört zum Autorenberuf viel mehr als nur das reine Schreiben. Es ist verdammt viel Arbeit, für wenig Geld. Warum sollte man es sich dennoch antun? Weil es ein absolut Traumjob ist. Es ist unglaublich, das eigene Buch in der Hand halten zu können. Klar sollte man realistisch drangehen und nicht direkt den eigentlichen Job kündigen, weil man glaubt, mit dem Schreiben reich zu werden, aber ich würde niemanden davon abraten. Für mich ist es mein Traumjob!

Wir lesen uns!

Serena

Fortsetzung der Kolumne „Autorenalltag“ – jeden Sonntag!

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Serena C. Evans
Unter dem Pseudonym Serena C. Evans schreibe und veröffentliche ich Liebesromane, in denen der Fokus immer auf gleichgeschlechtlichen Paaren liegt. Ich bin Jahrgang 1988, habe eine Schwäche für die Farbe Lila (gerade was Kleidung betrifft) und liebe richtig schöne Herzschmerz Geschichten, die am besten immer ein Happy End haben. Das Schreiben ist für mich Berufung, Nebenjob, Hobby und ein ganz großer Traum in einem. SerenaEvans@web.de

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