Auch in Malta gibt es jetzt die „Ehe für alle“!

Als 15. Land in Europa öffnet der katholisch geprägte Inselstaat Malta die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

Es ist gerade einmal drei Jahre her, dass es auf der katholisch geprägten Mittelmeerinsel Malta die Lebenspartnerschaften für Homosexuelle gibt – da ist schon die „Ehe für alle“ beschlossene Sache. Das ging schnell!

Gestern Abend verkündete das maltesische Einkammern-Parlament als 15. EU-Mitglied die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare. Schön zu sehen ist neben der schnellen Durchführung der Gleichstellung, dass 66 von 67 Abgeordneten für die „Ehe für alle“ stimmten. Nur der konservative Abgeordnete Edwin Vassallo erklärte im Vorfeld, er könne dies nicht mit seinem Gewissen und Glauben vereinbaren.

Warum ging das so schnell? Grund ist vor allem der, dass sich der Premierminister Joseph Muscat nach der gewonnenen Parlamentswahl im Juni die Gleichstellung als oberste Priorität gesetzt hatte. Gegenüber der „Times of Malta“ erklärte Muscat: „Wir können nun alle sagen, dass wir gleich sind.“

Das neue Gesetz sieht demnach vor, dass homosexuelle Paare nun das gleiche Adoptionsrecht wie Heterosexuelle haben. Weiterhin sollen Bezeichnungen wie „Ehemann“, „Ehefrau“, „Mutter“ und „Vater“ im Gesetzestext durch geschlechtsneutrale Begriffe ersetzt werden.



Übrigens: Bis 1973 galten homosexuelle Handlungen auf Malta als strafbar. Während Abtreibungen noch immer illegal sind, dürfen sich Ehepartner seit 2011 legal scheiden. Etwa 445.000 Maltesen (ca. 90 %) gehören der katholischen Kirche an. Mittlerweile zählt Malta im Ranking von ILGA-Europe als eines der LGBT*-freundlichsten Länder Europas!

Insgesamt gibt es nun weltweit 24 Länder, die die „Ehe für alle“ eingeführt haben.

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