Aktionstag „Gleiches Recht für jede Liebe“ am Brandenburger Tor!

17. Mai 2017: "Gleiches Recht für jede Liebe" - Antidiskriminierungsstelle des Bundes

‎Aktionstag "Gleiches Recht für jede Liebe" am 17. Mai 2017 © Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

Gleiche Rechte für homo- und bisexuelle Menschen schnell umsetzen – Lüders: Staat muss mit gutem Beispiel vorangehen!

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie am 17. Mai hat die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, die schnelle Umsetzung gleicher Rechte für Lesben, Schwule und Bisexuelle gefordert. „Gerade jetzt, wo der Gegenwind gegen Akzeptanz und Gleichberechtigung stärker wird, brauchen wir ein klares Zeichen, dass alle Menschen gleiche Rechte haben“, sagte sie auf dem Aktionstag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes „Gleiches Recht für jede Liebe“ am Brandenburger Tor am Mittwoch in Berlin: „Gleichbehandlung schafft keine Sonderrechte, sie schafft Sonderrechte ab.

Lüders forderte den Deutschen Bundestag auf, endlich die Öffnung der Ehe zu beschließen. „Würde der Bundestag ohne Fraktionszwang darüber abstimmen, wäre das sofort möglich – die Mehrheit ist für die ‚Ehe für alle‘“, betonte sie. Mit der Eheöffnung wäre es lesbischen und schwulen Paaren endlich erlaubt, gemeinsam Kinder zu adoptieren: „Alle seriösen Studien zeigen: Lesben, Schwule und Bisexuelle sind genauso gute Eltern wie Heterosexuelle. Deswegen sollten sie auch genau das gleiche Recht zur Adoption haben“, erklärte Lüders.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes verwies darauf, dass Diskriminierungen, Beleidigungen und Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen in Deutschland immer noch an der Tagesordnung seien: Das betreffe nicht allein die fehlende rechtliche Gleichstellung, sondern auch Benachteiligungen am Arbeitsplatz, Gewalt und Beleidigungen in der Öffentlichkeit, in der Schule, im Internet und manchmal sogar in der eigenen Familie. „Deswegen brauchen wir starke Zeichen für Akzeptanz und gleiche Rechte. Der Staat sollte hier mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte sie.


Der Aktionstag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie findet im Rahmen des Themenjahrs für sexuelle Vielfalt, „Gleiches Recht für jede Liebe“, statt. Damit möchte die Antidiskriminierungsstelle auf Diskriminierungen aufmerksam machen und die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Intersexuellen vorantreiben.

Neben verschiedenen musikalischen und künstlerischen Beiträgen wird die Antidiskriminierungsstelle beim Aktionstag mit dem Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko Maas, und dem Zeitzeugen Helmut Kress über die Rehabilitierung der Homosexuellen sprechen, die in der Bundesrepublik nach dem §175 StGB verurteilt wurden. Außerdem diskutieren die Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD), Dr. Stefan Kaufmann (CDU), Renate Künast (Die Grünen) und Harald Petzold (Die Linke) über die Ehe für alle.

Daneben sprechen unter anderem Bettina Böttinger (Moderatorin) und Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister Berlins a.D.) über alltägliche Diskriminierung lesbischer, schwuler und bisexueller Menschen. Volker Beck (MdB Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Bärbel Kofler (Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe) diskutieren über die Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen weltweit.

Auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor besteht außerdem die Möglichkeit, mit Organisationen aus ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen und sich über ihre Arbeit zu informieren.

Mehr Informationen unter: www.gleiches-recht-jede-liebe.de
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Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ist mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 gegründet worden.

Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

Mehr Informationen: www.antidiskriminierungsstelle.de

Quelle: Pressemitteilung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes – 17. Mai 2017

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