Gedenkfeier für im Nationalsozialismus verfolgte Homosexuelle am 27. Januar

Gedenkfeier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin!

Gedenkfeier am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen!

Der 27. Januar ist das Datum, an dem an die Opfer des Nationalsozialismus gedacht wird. Anlass ist der 72. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Darum laden der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Stiftung „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ zu einer Gedenkfeier am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ab 16 Uhr in den Berliner Tiergarten ein.

„Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine „widernatürliche Veranlagung“, für eine den so genannten „Volkskörper“ schädigende „Seuche“, die „auszurotten“ sei. Schon kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurden im März 1933 die schwulen und lesbischen Lokale Berlins geschlossen. Die vollständige Infrastruktur der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, Lokale, Vereine, Verlage sowie Zeitschriften wurden aufgelöst, verboten, zerschlagen und zerstört. Im Herbst 1934 setzte die systematische Verfolgung homosexueller Männer ein.“ (Quelle: LSVD)

Zum Ende der Gedenkveranstaltung besteht für TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Blumen und Kränze niederzulegen. Zudem werden bei Einbruch der Dunkelheit rund um das Denkmal Kerzen und LED-Lichter erleuchtet.

Sehenswert: YouTube: Homosexualität in der NS-Zeit

Anwesend werden zahlreiche Abgeordnete von CDU, SPD, Linken, Grünen und FDP des Deutschen Bundestages, des Berliner Abgeordnetenhauses sowie des Brandenburger Landtages sein. Die Bundesregierung wird durch Staatssekretärin Elke Ferner vertreten werden. Senatorin Katrin Lompscher, Senator Dr. Dirk Behrendt und Senator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen werden im Namen des Berliner Senats vor Ort sein. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sowie Vertreterinnen und Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen, der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sowie von Parteien und Gewerkschaften kündigten ebenfalls ihr Kommen an. Privatpersonen sind alle herzlich willkommen.

„In Zeiten, in denen Rechtspopulisten viel Zuspruch erfahren, ist ein Konsens der demokratischen Kräfte im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus von hohem Wert“, erklärt LSVD-Landesgeschäftsführer Jörg Steinert.

Gedenkfeier für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Freitag, 27. Januar 2017, 16.00 Uhr

Ort: Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Ebertstraße auf Höhe Hannah-Arendt-Straße, Berlin-Tiergarten

Bereits um 14 Uhr findet am morgen (27. Januar 2017) eine Gedenkveranstaltung am U-Bahnhof Nollendorfplatz statt. Diese wird von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, der GEW Berlin, MANEO und dem LSVD Berlin-Brandenburg organisiert.

Auch in Köln wird an diesem Tag an die homosexueller Opfer gedacht. Hier mehr lesen…

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